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Ergänzend dazu wurde die Welt in vielen Bereichen erweitert. Die Räumlichkeiten der Wassermagier im Neuen Lager etwa sind nun wesentlich opulenter, die Bergpässe kommen viel verschlungener daher und Liebhaber des Originals werden viele zusätzliche Tunnel, Höhlen und dergleichen entdecken – dank deutlich erweiterter Tauchmechanik übrigens auch unter Wasser. Ebenfalls klasse: Verschiedene Gegnertypen haben nun zum Teil neue Unterarten und punkten mit neuen Verhaltensweisen. Aufgescheuchte Molerats etwa graben sich im Remake flink ins Erdreich ein, buddeln in Eure Richtung und greifen dann an. Dazu kommen erweiterte NPC-Tagesabläufe (die allerdings nie die Komplexität eines Kingdom Come: Deliverance II erreichen) und sinnvolle Anpassungen am Wirtschaftssystem, das nun glaubhafter rüberkommt und nicht mehr in Rekordzeit Erz-Reichtümer beschert. Nicht zuletzt, weil Händler jetzt zum Beispiel die Ankaufspreise derjenigen Güter senken, von denen sie besonders viele im Sortiment haben.
Überarbeitet wurde ferner das Kampfsystem, unter anderem mit einem dynamischen Lock-on-System, der Möglichkeit, bereits laufende Manöver abzubrechen und mehr Waffenklassen mit eigenen Reichweiten, Schadensraten und Bewegungsmustern. Obwohl diese Anpassungen Sinn ergeben, fehlt in der Praxis weiterhin der letzte Feinschliff. So hatten wir speziell im Nahkampf öfter den Eindruck, dass sich Hitboxen von Widersachern nicht immer dort befinden, wo man sie anhand der Grafikdarstellung erwarten würde. Zudem waren Zeitfenster für erfolgreiche Konter sehr knapp bemessen und in hektischen Situationen kann es schon mal passieren, dass die opulente Fauna die Action verdeckt, statt einfach transparent zu werden.
Apropos Feinschliff: Den vermissten wir auch in vielen anderen Bereichen. Selbst mit eingespieltem Day-One-Patch blieben NPCs sporadisch in simplen Umgebungsobjekten stecken, verdeckten seltsam gewählte Kameraperspektiven zuweilen den Blick auf einen Gesprächsteilnehmer oder überlagerten sich schlecht abgemischte Tonspuren in Dialogen. Schade zudem, dass Alkimia zahlreiche Versprechen aus damaligen Trailern nicht einlöst. Prügeleien zwischen den Bewohnern des Alten Lagers bemerkten wir beispielsweise ebenso wenig wie die einst angeteaserten Arenakämpfe gegen Tiere. Deutlich gravierender wiegen jedoch die Abstürze, von denen wir teils einen pro Stunde verzeichneten – in einem Fall war anschließend sogar unser Schnellspeichern-Savegame komplett verschwunden und wir mussten knapp 35 Minuten neu spielen. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler diesbezüglich zügig Abhilfe schaffen. Denn abseits der Bugs und Crashs ist das hier weiterhin ein mit viel Herzblut und Liebe zur Vorlage designtes Remake, das bewusst auf Händchenhalten, Questmarker und dergleichen verzichtet und dadurch das Spielgefühl von damals gekonnt wieder aufleben lässt.









Grad den Kritik, bei Absturz wird die Auto- und Quick Save zerstört, kann ich Gothic 1 Remake auf Konsolen nicht spielen. Es tut mir leid.