Grand Theft Auto: San Andreas – im Klassik-Test (Xbox)

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In den drei überdimensionalen Städten Los Santos, San Fierro und Las Venturas steigt Ihr von einem ärmlichen Möchtegern-Gangster zum gefürchteten Boss auf. Zwischen den einzelnen Städten durchquert Ihr die schier unbegrenzte Badlands-Gegend sowie eine staubtrockene Wüste. San Andreas sprengt alle Grenzen: Der direkte Vorgänger Vice City erscheint geradezu winzig klein gegen CJs virtuelle Welt und selbst komplexe Rollenspiele wie Fable müssen kräftig schlucken. Apropos Rollenspiele: Euer Held verfügt über zahlreiche Fähigkeiten, die Ihr im Verlauf des Abenteuers verbessert. Regt Euch also nicht über ein schlechtes Zielsystem auf – CJ kann es zu Beginn nicht besser. Dank stetem Waffeneinsatz mutiert der Gangster vom blutigen Anfänger zum Hitman. Zudem verbessert Ihre Eure Ausdauer mit Dauerläufen und nehmt kurzerhand an einem Triathlon teil. Erhöht außerdem den Respekt Eurer Homies, indem Ihr fremdes Gang-Territorium einnehmt. Fitness-Verrückte bauen schließlich Muskeln auf und erhöhen durch Schwimmen ihre Lungenkapazität.

Der größte Pluspunkt an Rockstars San Andreas-Universum ist die ­dargebotene Freiheit. Um im Spiel weiter zu kommen, müsst Ihr zwar unzählige Missionen erfüllen, doch die Reihenfolge ist in den einzelnen Städten vielfach austauschbar. Ob Ihr dem Guru-Rapper das Reimbuch heute mopst oder zuerst die Russenmafia aufmischt, bleibt Euch überlassen. Um das Spiel mit 100% abzuschli­e­ßen vergehen außerdem abermals unzählige Stunden, da auch teils äußerst langwierige Sidequests auf der ‘Things-to-do’-Liste stehen: Übersprüht feindliche Gang-Graffiti oder schließt eine der vier komplexen Fahrschulen erfolgreich ab. Auch ein Füllhorn witziger Cheats baut Rockstar erneut ein – doch aufgepasst: Wer sein Abenteuer mit einem angewendeten Cheat speichert, verspielt sich die Chance auf die 100 Prozent! Doch nicht nur die Aufgaben, sondern auch die San Andreas-Bewohner machen CJ das Leben schwer: Die ­aggressiven Polizisten hetzen Euch schon mit einem Stern durch die Gegend und holen sich ab vier bis sechs Symbolen Verstärkung in Form von SWAT-Teams, FBI-Agenten oder der mit Rhinos und Flatbeds anrückenden Armee. Als ob das nicht schon genug wäre, beharken Euch ­etliche feindliche Gangs, asiatische Triadenbanden oder die Mafia.

Euer Held wehrt sich gegen die ­fins­teren Typen mit einem riesigen Waffenarsenal wie etwa Flammenwerfer und Schrotflinte oder flieht mit einem fahrbaren Untersatz in die Ferne. Auch beim Fuhrpark gilt das Motto: Mehr ist mehr. Egal ob Lowrider Bike, Sparrow-Heli, Launch-Kampfboot, oder Mower-Rasentrimmer – Euer Held fährt und fliegt mit allem. Ach, es gäbe noch so viel zu erzählen…

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