Grand Theft Auto: San Andreas – im Klassik-Test (Xbox)

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Meinung

Raphael Fiore meint: CJ, tu mir den Gefallen und bleib Gangster: Dein anarchistischer ­Lebensstil katapulitiert GTA San Andreas auch auf der Xbox souverän auf den Action-Thron. Einige Missionen lassen Euch zwar gehörig schwitzen, doch deshalb müsst Ihr nicht verzagen: Denn wer CJs zahlreiche Fähigkeiten kontinuierlich verbessert, knackt selbst besonders harte Missions-Nüsse. Daneben gibt’s kein Spiel, das nur annähernd eine ­derartig riesige und vielseitige virtuelle Welt bietet. Egal ob Streetball, gesellige Pool-Sessions, Bemani-Tanzeinlagen oder edle Roulette-Abende – in San Andreas ist fast alles möglich. Zudem faszinieren die ­dramaturgisch erstklassige Geschichte des Ghettokinds CJ und die vor Wortwitz sprühenden Dialoge. Auch vor der tadellosen und facettenreichen Steuerung ziehe ich den Hut. Schließlich tauchen heftige Pop-Ups oder derbe Ruckler auf der Xbox ­wesentlich seltener auf. Wie auf der PS2 stört mich aber etwas an der deutschen ‘Ab 16’-Version: Durch die Zensur-Maßnahmen erschwert sich CJs Leben unnötig, denn Opfer hinterlassen kein Geld und am Boden liegende Gegner bleiben unantastbar. Trotzdem: ein Videospielmeilenstein!

Ulrich Steppberger meint: Auch auf der Xbox bleibt San Andreas ein Meisterwerk mit kleinen Macken: Die Fülle an Möglichkeiten und der gewaltige Umfang des imaginären US-Bundesstaats alleine reichen, um Euch wochenlang zu beschäftigen – zumal die Story fein inszeniert wurde und sie sich (zum Glück) im Verlauf von den anfänglichen ‘Boyz N the Hood‘-Klischees entfernt. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass das Leistungspotenzial der Xbox neben netter Soundtrack-Option und (sinnloser) Wiederholung stärker ausgereizt wird: Klar, ein paar mehr Details in der Umgebung und echte Schattenwürfe von Personen und Objekten sind nett, aber besser hätte Rockstar für höhere Fernsicht und weniger Pop-Ups gesorgt. ­Trotzdem: Wer die PS2-Fassung nicht schon hat, der greift zu.

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