Hookah Haze – im Import-Test (Switch)

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Virtuelles Barkeeping ist mittlerweile fast schon zu einem Mini-Genre geworden. Da gibt es die Cyberpunk-Bar in VA-11 Hall-A, die Fantasy-­Taverne von Tavern Talk und in der Coffee Talk-Reihe serviert Ihr Kaffee und Tee in Seattle und seit neuestem in Tokio. Da will auch der japanische Entwickler Acquire nicht zurückstehen und eröffnet auf der Switch eine Bar in Akihabara – nur dass dort weder Kaffee noch Bier noch diverse geistige Getränke kredenzt werden. Wie der Name es bereits zart andeutet, dreht sich hier alles um die Hookah – also die ­hierzulande gängiger als Shisha bekannte Wasserpfeife.

Und das kommt so: Toru war ihr ganzes Leben lang krank und ist jetzt an dem Punkt, wo sie jede weitere Behandlung ablehnt. Einen letzten Wunsch hat sie aber: Sie möchte Fische beobachten und Wasserpfeife rauchen. Und so bekommt sie ihre eigene Hookah-Bar, viele bunte Aquarien und Schmerzmittel für 14 Tage. Wie es danach weitergeht – nun, man wird sehen. Über diesen Zeitraum erstreckt sich dann auch das Spiel. Zunächst bestimmt Ihr, mit welcher Geschmacksrichtung Ihr an einem Tag in den sozialen Medien Eure kleine Bar anpreisen wollt. Das entscheidet auch darüber, welche Eurer drei Stammgäste Ihr anlocken werdet. Da ist Amu, die in einem Maid-Café arbeitet und Probleme mit übergriffiger Kundschaft hat. Kokoro verarbeitet eine traumatische Erfahrung und die Kunststudentin Kurumi ist geradezu abnorm schüchtern.

Jede der drei hat ihre eigene Storyroute, die Ihr verfolgt. Auf den Verlauf der Gespräche habt Ihr keinen Einfluss, wohl aber auf die Geschmacks- und Tabak­mischungen, die Ihr den Dreien anbietet. Zudem ist es Eure Aufgabe, eine passende Menge an Kohlen in die Wasserpfeife zu geben, damit die Intensität Eures Gemischs den Geschmack der Kundin trifft. Diese Aspekte haben aber wenig Auswirkung auf den Verlauf der ­Geschichte. So verbringt Ihr Abend für Abend, knobelt mal eine neue Geschmacksrichtung aus und lernt Amu, ­Kokoro und Kurumi besser kennen. Die Aufmachung ist dabei sehr entspannt: Auf Sprachaus­gabe wird verzichtet, dafür entscheidet Ihr über Beleuchtung und Intensität der Anzeigen. Liebevoll gepixelte ­Charakterporträts, hübsche Hintergründe und ein Lo-Fi-Soundtrack sorgen für angenehme Barstimmung.

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