Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft – im Klassik-Test (Xbox)

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Besonders erstgenannter Aspekt fordert Euch einiges an Pad-Geschick ab: Gut getimte Sprünge über gähnende Schluchten (im Gegensatz zu Tomb Raider hüpft Euer Held auf Knopfdruck direkt ab), zittrige Hangelpar­tien an steinernen Kanten oder vorsichtiges Schleichen entlang schmaler Simse zählen zu den Bewegungs-Standards. Indys legendärer Lederriemen kommt natürlich ebenfalls zum Einsatz: An sämtlichen Halt bietenden Stellen wie Wasserspeiern oder Fahnenstangen lässt sich die Peitsche mit einem gezielten Schlag fixieren. Anschließend schwingt Euer polygonales Alter Ego tarzangleich durch die Lüfte. Eine praktische Hilfsfunktion erleichtert die Suche nach solcherlei Geißelpunkten: Wann immer sich Indy in der Nähe eines peitschbaren Objekts befindet, leuchtet ein entsprechendes Icon auf. Ein Druck auf den Y-Button und schon haltet Ihr den Riemen in Händen. Gleiches gilt auch für alle anderen Interaktionsmöglichkeiten. Egal ob Ihr brüchige Wände sprengen oder Eure Trinkflasche an wundersamen Brunnen mit Heilwasser füllen wollt – blinkt das entsprechende Icon auf, wird die geforderte Aktion per Tastendruck ausgeführt. Umständliches Kramen im Inventar – aus dem Ihr mittels Digikreuz auch manuell wählen dürft – entfällt so.

Freunde knallharter Action kommen bei Indys neuestem Einsatz ebenfalls auf ihre Kosten. The Collective gaben sich nämlich redlich Mühe, filmreifes Prügelflair auf den Bildschirm zu zaubern. Folgerichtig beharkt Ihr Nazi-Fußvolk und Fernost-Fieslinge nicht nur hausbacken mit Machete, Pistole oder Schrotflinte. Herumstehende Stühle, Glasflaschen und selbst die hölzernen Beine zertrümmerter Tische­ lassen sich zum Prügeln zweckentfremden. Sogar die Fernentwaffnung eines anrückenden Schurken per Peitschenhieb ist möglich – und bitter nötig, denn der Geg­nerkader agiert (von einigen Ungereimtheiten abgesehen) alles andere als dumm. Sucht Ihr Euer Heil in der Flucht, folgen Euch die Häscher gnadenlos über Leitern oder Sprunghürden und ziehen sich auf hochgelegene Ebenen empor. Geworfene Stielgranaten werden gezielt zurückbug­siert, herumliegende Todbringer flink aufgelesen. Gegner-Kommentare im spaßigen deutsch-englischen Kauderwelsch dürfen dabei natürlich nicht fehlen.

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RYU
RYU
7. Dezember 2021 18:39

hat recht, Fate of Atlantis was DER wahre 4. Teil. 😀 Mit der Story hätten sie den Film machen sollen. Und obwohl ich das Spiel hier noch nicht spielte, bin ich bei bzgl. den ganz alten Tomb Raiders. Da mochte ich die Rätseljagd und die Sprungpassagen zumindest lieber als wenn die Shooter-Einlagen. Ähnlich gings mir aber auch bei Uncharted und Resi, obwohl ich Fan von (Ego-)Shooter bin.

Bin gespannt wie sich Indy später ma auf der XSX schlägt.

Heisenberg
6. Dezember 2021 16:20

Du sprichst mir aus der Seele. Ich liebe Fate of Atlantis. Mein Kindheits Spiel.

Und ja, Indy in 4k auf Xbox Series kommt gut, gut gealtert. Aber auch nicht einfach.

SonicFanNerd
6. Dezember 2021 13:42

Habe ich im Rahmen der AK mal reingespielt.
Das ist eigentlich recht gut (dem alter entsprechend).

Der wahre vierte Indy-Teil ist für mich allerdings eher das Point&Click-Adventure “Indiana Jones and the Fate of Atlantis”. 🙂

dmhvader
6. Dezember 2021 13:06

Ich fand es doof, dass in den Ruinen zu viele Gegner sind – das ist mMn voll der Atmo-Killer. Weniger (Action) ist oft mehr. Daher finde ich auch die alten Tomb Raiders immer noch am besten, vor allem die Teile 1 und 4.

T3qUiLLa
5. Dezember 2021 12:15

bevor herr labeouf mit den affen schwang….der richtige vierte teil..

MadMacs
5. Dezember 2021 3:36

Das Indy Spiel hatte mir gut gefallen.