Jade Empire – im Klassik-Test (Xbox)

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Im Jadereich spielt nämlich die Geisterwelt verrückt. Die Toten steigen aus ihren Gräbern und stellen unangenehme Forderungen an ihre Hinterbliebenen, Ratten-, Kröten- und Pferdedämonen machen die Landstriche um die imperiale Hauptstadt unsicher und die sinistren Lotus-Assasinen entführen gar Euren geliebten Meister. Geister und Dämonen mögen ja noch angehen, aber narbengesichtige Kidnapper-Knilche sind eindeutig frech. Also schnappt Ihr Euch Eure Mitschülerin Morgenstern und erlebt eine chinesische Geistergeschichte, die einen Originalitätspreis verdient hätte, wenn die MAN!AC einen verleihen würde.

Richtig in Fahrt kommt die in sieben Akte unterteilte Fernost-Eskapade dann in der kaiserlichen Hauptstadt. Das an sich streng linear erzählte Spiel lässt Euch hier etwas mehr Freiheiten und präsentiert Missionen und Charaktere, die an Witz und Ideenreichtum schwer zu überbieten sind. Neben einer von Intrigen durchzogenen Episode in der Eastern-artigen Kampfarena wirkt Ihr unter anderem in einer waschechten Peking-Oper mit. Falls Eure Spielfigur männlichen Geschlechts ist, wird sie hierfür als überschminkte Geisha zurechtgemacht. Ein zorniger Geist von der städtischen Nekropole wiederum glaubt von seiner Frau vergiftet worden zu sein und sinnt auf Rache. Stellt Ihr die Dame zur Rede, entpuppt sich der vermeintliche Giftanschlag als Lebensmittelvergiftung. Der Grund: die Lachsschaumspeise.

Wen das an Monty Python erinnert, der hat Recht: In der englischen Version gibt sich Kult-Mime John Cleese die Ehre und spricht den rassistischen Europäer Sir Roderick. Der will zunächst im Beleidigungs-Wettkampf und danach im Duell bezwungen werden und vermacht Euch anschließend seine Vorderlader-Flinte Mirabell. Auch die epische Hintergrundgeschichte unterhält Euch volle 30 Stunden vorzüglich und pflegt liebevolle Klischees, die wir Großnasen über das Land der aufgehenden Sonne eben so haben. Ein herzhafter Twist kurz vor Schluss macht Bioware zum heißen Anwärter für den Thron der digitalen Meister-Erzähler.

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3. März 2023 12:15

@Nightrain
Ja, die Ps360 Games in meinem Regal, sind fast alle in der Spielzeit überschaubar.

Auch mit Spiele Serien wie Ghost Recon und Rainbow Six, hatte ich viel Spaß. Was nach der PS360 Ära kam, habe ich nix mehr angefasst.

3. März 2023 10:57

, geht mir auch so. Zum einen ist da zwar deutlich bemerkbar der Wandel im Job bei mir, aber auch die Spiele und deren Umfang waren noch überschaubarer. Selbst die meisten Assassins Creed Spiele waren meist so in gemütlichen 30 Stunden durch. Bis auf wenige Ausreißer war die Spielzeigt damals kürzer und es gab gefühlt mehr Abwechslung, was auch daran lag, dass damalige AAA-Titel heute eher als AA durchgehen, was ich jetzt nicht so schlecht fand.

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3. März 2023 10:12

Die PS360 Generation hat mir besonders viel Spaß gemacht. Da hatte ich noch deutlich mehr gezockt als heute, was sicherlich aber auch etwas an mir lag.

3. März 2023 8:38

@Topic: Habs mir mal damals für die 360 nachgekauft und werds wohl mal auf der SX angehen – hab ich mir vorgenommen. Es wurde damals vom Story-Gameplay sehr mit Kotor verglichen, wenn ich mich richtig erinner. DAS ist heute auch schon sehr trocken, weil man stocksteifen Figuren teilweise ne dreiviertel Stunde zuhören muss. Ich schau in Deine Richtung, Mordfall auf Dantooine, den man in der Ausbildung zum Jedi aufklären muss!

Die PS360 Generation hatte ihre Macken, wie Bloom oder die Gummitextur bei der Unreal Engine, aber für mich nach der 16-Bit Generation für mich eine der besten Gaming-Ära aller Zeiten.
Die Spiele waren vielfältig, wurden zwar größer aber waren noch überschaubar. UND man konnte sie noch, bis auf wenige Ausnahmen, direkt von Disk gespielen. Online-Gaming wurde massentauglich …

Lincoln_Hawk
3. März 2023 0:12

Stimmt mmn ganz besonders ps360 Generation
Was wollte man damit kaschieren ich fand das bloom schon immer stöhrend auch an Figuren usw..

ghostdog83
1. März 2023 13:41

Rückblickend betracht war das eine Zeit (einschließlich der 360-Ära), wo es manche Entwickler mit Bloom ziemlich übertrieben haben.

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Selbst in den Menüs wurde man davon nicht verschont:
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Die letzte Generation hatte dafür Chromatic Aberration (u.a. Bloodborne). 🙁

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captain carot
1. März 2023 13:33

Die Ladezeiten waren schon auf der One im Rahmen. Original lädt das Spiel von Disc, was ewig lange Zugriffszeiten bedeutet.

Das Kampfsystem ist nicht super dep, kann aber durchaus Spaß machen. Welt und Story gehen immer noch klar. Die Technik ist halt effektiv nicht mehr der Bringer. Wenn man damit leben kann sollte Jade Empire durchaus noch Spaß machen, zumal es bis heute nicht wirklich viel vergleichbares gibt.

1. März 2023 12:35

Wie Steffen Heller habe ich das Game noch vor kurzem im Sale auf meine XSX geladen. Muss es auch mal probieren und wie es mit den Ladezeiten aussieht.

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1. März 2023 11:37

Noch auf dem ungespielt Berg. Hoffe aber, das ich irgendwann dazu komme, es mal zu spielen.

senser
1. März 2023 9:37

Fand es damals Hammer geil aber glaub nicht das es mich jetzt noch ab holt.

Steffen Heller
Redakteur
1. März 2023 2:01

Ist auch auf meiner XSS installiert und wird auf jeden Fall mal irgendwann nachgeholt, wenn es sich ergibt. Kann mir nur irgendwie nicht vorstellen, dass es mich ohne Vorerfahrung abholen wird.

Lincoln_Hawk
28. Februar 2023 20:12

Das möchte ich irgendwann auch noch mal spielen

Rudi Ratlos
28. Februar 2023 15:49

Die langen Ladezeiten dürften auf der Xbx doch obsolet sein, oder?

28. Februar 2023 15:08

Was für eine Perle von Game 🥰