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Biowares Fokus bei Jade Empire liegt klar auf dem Erzählen. Überflüssiger Tabellen-Ballast und langatmige Erkundungen großer, aber leerer Areale wurden fachgerecht abgetrennt wie die giftigen Teile eines Kugelfisches. Das Kampfsystem gewinnt seine Komplexität nicht durch die einfache Buttonsmasher-Bedienung, sondern durch den kreativen Einsatz der unterschiedlichen Kampfstile. Eure bis zu zwölf Mitstreiter könnt Ihr im Kampf nicht kontrollieren und im Feld nicht aufleveln. Entweder sie unterstützen Euch im Kampf und verbessern einen bestimmten Wert oder sie kloppen aktiv mit. Kippt ein Kumpel im Kampf aus den Latschen, steht er danach wieder auf. Das mag Tabellenfetischisten zu oberflächlich sein, die Mitglieder der Menagerie sind aber so gut geschrieben, dass sie Euch im Laufe des Spiels fest ans Herz wachsen. Abgedrehte Burschen wie ein Drunken-Master Kampftrinker oder das von einem Schutzgeist besessene Mädel Wilde Blume sind den Retorten-Partys anderer Rollenspiele Meilen voraus.
KOTOR-Fans fühlen sich im Dialogsystem des Spiels sofort heimisch. Die dunkle Seite der Macht wurde zum Pfad der geschlossenen Faust, die helle Seite zum Pfad der offenen Handfläche. Gesprächspartner können, basierend auf drei Fähigkeitswerten, umgarnt, überzeugt oder eingeschüchtert werden. Wie gehabt, könnt Ihr das Spiel also als hilfsbereiter Retter oder als stänkernder Miesepeter durchspielen, ohne jemals das Wort zu erheben: Euer Held ist ein klassischer stummer Heroe.
Anstatt Zahlenwüsten zu durchkäm men und Heldenrucksäcke auszumisten, bleibt Euch Zeit, die grandiose Präsentation des Jadereiches zu genießen. Trotz vereinzelter Ruckler zaubert Bioware hochatmosphärische Umgebungen auf den Schirm. Ob die kitschig-bunte Heimatdimension der Fuchsgöttin, die überfüllten Straßen der Hauptstadt oder der altehrwürdige Tempel von Dirge die Areale locken mit wiegenden Schilfhalmen, friedvollen Meditationstümpeln und prachtvoller Wolkenstimmung. Ähnliches gilt für die Charaktere. Hübsche Animationen bis hin zu den Lippen- bewegungen und ausdrucksstarkes Mienenspiel sind eine echte Verbesserung zu den staksigen Jedi-Rittern aus KOTOR. Auch die Modellierung der Gesichter lässt die Orientierung an echten Akteuren erkennen und trägt zur Lebendigkeit des Ganzen bei. Musikalisch gibt’s Trommel- und Flötenklänge, die an Filme wie “Tiger & Dragon” erinnern. Überhaupt wirkt das Spiel wie ein einziger gewaltiger Eastern zum Mitspielen.









@Nightrain
Ja, die Ps360 Games in meinem Regal, sind fast alle in der Spielzeit überschaubar.
Auch mit Spiele Serien wie Ghost Recon und Rainbow Six, hatte ich viel Spaß. Was nach der PS360 Ära kam, habe ich nix mehr angefasst.
@out , geht mir auch so. Zum einen ist da zwar deutlich bemerkbar der Wandel im Job bei mir, aber auch die Spiele und deren Umfang waren noch überschaubarer. Selbst die meisten Assassins Creed Spiele waren meist so in gemütlichen 30 Stunden durch. Bis auf wenige Ausreißer war die Spielzeigt damals kürzer und es gab gefühlt mehr Abwechslung, was auch daran lag, dass damalige AAA-Titel heute eher als AA durchgehen, was ich jetzt nicht so schlecht fand.
Die PS360 Generation hat mir besonders viel Spaß gemacht. Da hatte ich noch deutlich mehr gezockt als heute, was sicherlich aber auch etwas an mir lag.
@Topic: Habs mir mal damals für die 360 nachgekauft und werds wohl mal auf der SX angehen – hab ich mir vorgenommen. Es wurde damals vom Story-Gameplay sehr mit Kotor verglichen, wenn ich mich richtig erinner. DAS ist heute auch schon sehr trocken, weil man stocksteifen Figuren teilweise ne dreiviertel Stunde zuhören muss. Ich schau in Deine Richtung, Mordfall auf Dantooine, den man in der Ausbildung zum Jedi aufklären muss!
Die PS360 Generation hatte ihre Macken, wie Bloom oder die Gummitextur bei der Unreal Engine, aber für mich nach der 16-Bit Generation für mich eine der besten Gaming-Ära aller Zeiten.
Die Spiele waren vielfältig, wurden zwar größer aber waren noch überschaubar. UND man konnte sie noch, bis auf wenige Ausnahmen, direkt von Disk gespielen. Online-Gaming wurde massentauglich …
Stimmt mmn ganz besonders ps360 Generation
Was wollte man damit kaschieren ich fand das bloom schon immer stöhrend auch an Figuren usw..
Rückblickend betracht war das eine Zeit (einschließlich der 360-Ära), wo es manche Entwickler mit Bloom ziemlich übertrieben haben.
Selbst in den Menüs wurde man davon nicht verschont:
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Die letzte Generation hatte dafür Chromatic Aberration (u.a. Bloodborne). 🙁
Die Ladezeiten waren schon auf der One im Rahmen. Original lädt das Spiel von Disc, was ewig lange Zugriffszeiten bedeutet.
Das Kampfsystem ist nicht super dep, kann aber durchaus Spaß machen. Welt und Story gehen immer noch klar. Die Technik ist halt effektiv nicht mehr der Bringer. Wenn man damit leben kann sollte Jade Empire durchaus noch Spaß machen, zumal es bis heute nicht wirklich viel vergleichbares gibt.
Wie Steffen Heller habe ich das Game noch vor kurzem im Sale auf meine XSX geladen. Muss es auch mal probieren und wie es mit den Ladezeiten aussieht.
Noch auf dem ungespielt Berg. Hoffe aber, das ich irgendwann dazu komme, es mal zu spielen.
Fand es damals Hammer geil aber glaub nicht das es mich jetzt noch ab holt.
Ist auch auf meiner XSS installiert und wird auf jeden Fall mal irgendwann nachgeholt, wenn es sich ergibt. Kann mir nur irgendwie nicht vorstellen, dass es mich ohne Vorerfahrung abholen wird.
Das möchte ich irgendwann auch noch mal spielen
Die langen Ladezeiten dürften auf der Xbx doch obsolet sein, oder?
Was für eine Perle von Game 🥰