Killzone 2 – im Klassik-Test (PS3)

9
2722
Zurück
Nächste

Meinung

Matthias Schmid meint: Flüssige, geile Grafik hebt den Spielspaß, clevere Gegner auch – dieser Ego-Shooter hat beides. Spielerisch gefällt mir Call of Duty 4 wegen der abwechslungsreicheren Szenarien und genaueren Steuerung besser, doch Killzone 2 setze ich die Grafikkrone auf – die Entwickler haben Wort gehalten, ­dafür verdienen sie großes Lob. Nur während der ersten Spielstunden war ich etwas enttäuscht – die Anfangs-Levels sind sich zu ähnlich. Nicht glücklich bin ich mit der Visualisierung der gegnerischen Treffer – oft blicke ich mich planlos um, von wo ich beschossen werde. Sekunden später versöhnt mich eine akribische Nachlade-Animation, entzückt mich eine bombastische Schlacht oder zieht mich das Helghast-Design in seinen Bann. Enttäuschend, dass eine Story quasi nicht vorhanden ist. Gerne hätte ich mehr über die finsteren Machthaber erfahren oder Seite an Seite mit Rebellen gefochten.

Oliver Schultes meint: Dreckig, kompromisslos, knallhart: Der Krieg gegen die Helghast läuft in einer Intensität ab, die mir regelmäßig den Atem raubte. Die Gefechte fesseln mit herausragenden Kämpfen auf engem Raum, die so nur ansatzweise in Half-Life 2 und Call of Duty 4 zu sehen waren. Vorstürmen, das Magazin leerballern, in Deckung gehen, nachladen, aus der Deckung heraus feuern und ein paar Meter weiter das gleiche Prozedere noch einmal, bis die Maskenträger schließlich röchelnd am Boden liegen – das geht an die Substanz und lässt den Adrenalinpegel steigen. Die zweite Stärke von Killzone 2 ist die Grafik: Kein PS3-Spiel sieht derzeit gleichzeitig so gut und so stimmig aus. Ob Detailgrad, Design oder Animationen – die Optik begeistert auf ganzer Linie. Für die Auszeichnung ’Ego-Shooter-Referenz’ reicht es dennoch nicht ganz. Call of Duty 4 hat mehr Tempowechsel, Bio­Shock das spannendere Szenario samt einfallsreicher Story und Half-Life 2 mit seinen Erweiterungen das insgesamt etwa dreimal so umfangreiche Action-Paket. Das dämpft meine Begeisterung allerdings nur wenig: Killzone 2 ist ein Kaufgrund für die PS3!

Michael Herde meint: Ich halte das erste Killzone für einen Grafikblender mit mäßigen spielerischen Qualitäten. Dementsprechend skeptisch war ich bei Teil 2. Doch der übertrifft meine Erwartungen bei Weitem: Die dreckige ­Atmosphäre ist top und endlich steckt auch ein gutes Spiel hinter der schicken Fassade. Die Helghast verhalten sich überraschend clever und sorgen für packende Gefechte, bei denen mich die geschmeidigen Animationen immer wieder verblüffen. Die spärlichen Sixaxis-Einlagen sind hingegen überflüssig, die behäbige Steuerung erschwert präzises Zielen zumindest in den ersten Stunden. Nach langer Eingewöhnungsphase erlaubt sie jedoch ein einzigartiges Spielgefühl, obwohl das Deckungsfeature hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Schade auch, dass die Entwickler auf eine Story verzichten, was inmitten der intensiven Kämpfe zum Glück kaum ins Gewicht fällt. Eher stören mich teils lahme Waffen, Fruststellen mit unzähligen Gegnerwellen und Kameraden, die mir in engen Passagen den Weg versperren.

Zurück
Nächste
neuste älteste
Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Weil Guerilla entschlossen hat keine Killzone zu entwickeln, da die Ego – Shooter übersättig sind. Call of Duty und Battlefield dominieren sich.

xarjaz
I, MANIAC
xarjaz

Ein tolles Spiel im Singleplayer. Leider habe ich den MP nie auch nur ausprobiert, weil es für mich damals unvorstellbar war, einen FPS auf dem Gamepad gegen andere zu spielen. Heute würde ich schon mal reinschauen… Vielleicht ringt sich Sony ja doch noch einmal zu einer eigenen FPS Serie durch. Es ist schon erstaunlich, dass man sich da bei fast 20 hauseigenen Studios, viele unter den klangvollsten Namen der Branche, so gar nix zutraut, und sich stattdessen ganz auf CoD verlässt.

captain carot
I, MANIAC
captain carot

Ich hab das erst sehr spät nachgeholt und es war ok, hat mich aber auch nicht umgehauen.

Größter Pluspunkt ist vielleicht die Eigenständigkeit. Es gab damals nicht viel was sich wie Killzone spielte und heute noch viel weniger. Wobei gerade das für Teil 3 dann schon weniger gilt.

KI: es gibt dümmere, aber gegenüber Titeln wie FEAR (verbuggte PS3 Fassung außen vor) wirkte das jetzt auch nicht so smart. Allerdings ist es auf der anderen Seite erschreckend, wie doof die KI in vielen Spielen heute agieren kann wenn man sich Highlights von vor fast 20 Jahren anguckt.

Visuell musste die Reihe natürlich Federn lassen. Aber das Design der Reihe kann sich bis heute sehen lassen. Da gibt es auch nicht so viel vergleichbares. Für meinen Geschmack ist gerade Killzone 2 gerne mal zu graubraun. In Verbindung mit dem Sounddesign kann man sich das auch heute noch geben. Aber man merkt hier schon dass es damals auch von der Technik gelebt hat.

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Was für eine Grafik Bombe aus der Playstation 3 und clever KI.

Die Steuerung fühlt sich ungewohnt, sollt sich wie eine schwere Waffen anfühlen.

Besitz noch den schicken Steelbook.

Lincoln_Hawk
I, MANIAC
Lincoln_Hawk

Teil 4 ist mmn auch richtig gut
Nur leider zum Start (hatte die bundle Edition)unspielbar verbugt..
Aber heute ja völlig akzeptiert
Fazit:Mir gefallen alle Teile aber Teil 1 hat noch einen kleinen Nostalgie Bonus

Nipponichi
I, MANIAC
Nipponichi

Den zweiten Teil halte ich nach wie vor für den besten Teil der Reihe. Die hammerhart geilen Stellungsgefechte, fand ich richtig klasse. Leider kam Teil 3 da nicht mehr ganz hin, auch wenn dieser immer noch besser ist, als Teil 4.

Ich hätte gerne mal eine physische Collection der ersten drei Teile für PS4/5.

Walldorf
I, MANIAC
Walldorf

Oder ein Remake mit der aktuellen Decima-Engine.

Mayhem
I, MANIAC
Mayhem

Lieber Teil 3 mit der legendären Grafikwertung 11 von 10

Spacemoonkey
I, MANIAC
Spacemoonkey

das hätte ich ganz gern in 4k120fps