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Am Eismeer von Helghan lassen wir uns von der mächtigen Brandung, den Schneeflocken und den im Wind tanzenden Planen ablenken, in Stahl Arms’ Rüstungskonzern dominieren filigrane Glas- und Stahlkonstruktionen; im Dschungel schließlich überrascht uns eine Flora in grellem Neon, während wir ängstlich zwischen patrouillierenden Helghast umherschleichen. Das grafische Highlight schließlich begegnet Euch zu Beginn des letzten Spieldrittels: Auf einem Schrottplatz haben die Entwickler ein schier endloses Meer von verrosteten Maschinenteilen und Eisengerippen aufgetürmt – einen üppigen HD-Fernseher vorausgesetzt, werdet Ihr von Details nur so erschlagen. Doch der bald folgende Kampf mit einem gigantischen Mech-Ungetüm setzt noch einen drauf: Wenn Ihr hinter dem Geschütz eines Gleiters Platz nehmt und das Feuer und Rauch spuckende Monstrum in luftiger Höhe umkreist, wähnt Ihr Euch in einer Mischung aus ”Transformers“ und ”Star Wars“ – mit dem feinen Unterschied, dass es sich hier um Echtzeit-Optik handelt, mit der die PS3 Eure Glotze befeuert.
Wer angesichts dieser Lobeshymne auf die Grafik von Killzone 3 das objektive Urteilsvermögen des Testers in Frage stellt, der möge seinen Blick auf die abschließende Spielspaßwertung werfen (dort steht keine 99 von 100!) oder einfach weiterlesen. Denn nun sprechen wir über die Steuerung – beileibe kein uninteressanter Aspekt in der Seriengeschichte. In Killzone 2 lobten wir das spürbare Gewicht von Panzerung und Waffe, doch viele Zocker kamen mit der Trägheit des Zielvisiers nicht gut zurecht. Guerrilla beugte sich schließlich der meckernden Masse und bot per Patch eine alternative Steuerung an. Für Killzone 3 wurde die Steuerung noch einmal flotter gemacht – das fühlt sich während der ersten Minuten ungewohnt an, in puncto Mittendrin-Gefühl hat die Serie aber nichts eingebüßt. Zudem ermöglicht die sensiblere Kontrolle nun millimetergenaues Zielen – wer den Feind über Kimme und Korn anvisiert, trifft auch auf große Entfernung punktgenau zwischen die rotglühenden Äuglein. Tut Ihr das etwa mit dem Snipergewehr oder dem Bolzenschussgerät, dann platzen wie schon im Vorgänger die Köpfe der Gegner. Außerdem bestaunten wir einige sehr grobe Nahkampfkills, die Ihr per Druck auf den rechten Analogstick auslöst – ob Ihr Eurem Opfer aber die Kehle aufschlitzt oder den Kopf verdreht, liegt nicht in Eurer Macht. Sony bestätigte, dass die in Deutschland erscheinende USK-18-Version ungeschnitten ist.











Hat das nicht 11 von 10 Punkten bei der Grafik bekommen? 😉