
Seite 1
| Spiel: | Ridge Racer 3D |
| Publisher: | Bandai-Namco |
| Developer: | Namco |
| Genre: | Rennspiel |
| Getestet für: | 3DS |
| Erhältlich für: | 3DS |
| USK: | |
| Erschienen in: | 5 / 2011 |
Ridge Racer 3D lässt nach bewährter Serientradition den Realismus außen vor und setzt auf Rennsport in purer Arcadeform. Ebenso typisch ist die Ausstattung, die sich am Fundus früherer Teile bedient: Nahezu alle Vehikel sind Veteranen vertraut, das 15 Strecken umfassende Kurssortiment hält viele alte Bekannte bereit. Neben der legendären ’Seaside Route 765’, die schon im Debüt dabei war, wurden fünf weitere Schauplätze aus der Automaten- und PSone-Frühzeit übernommen. Ein halbes Dutzend Pisten aus Teil 6 und 7 feiern auf dem 3DS ihr Handheld-Debüt, dazu kommt ein neues Kurstrio.
Die Farbpalette wurde im Vergleich zu den beiden PSP-Episoden wieder etwas knalliger, grafisch kommt Ridge Racer 3D knapp hinter dem Sony-Duo an: Umgebungsdetails und Lichteffekte sind etwas schwächer, dafür polierten die Entwickler die Reflexionen auf dem Fahrzeuglack und die Texturen der Vehikel etwas auf.
Im Mittelpunkt steht natürlich der 3D-Effekt, an dem es nichts auszusetzen gibt: Beim Blick gen Horizont überzeugt die greifbare Tiefenwirkung, kleine Gimmicks wie Wasserspritzer auf der Scheibe stechen heraus, ohne zu stören.
Spielerisch greift das bewährte Vollgas-Grundrezept nach Ridge Racer 7-Art: Das heißt, neben den Nitro-Schüben (die durch Drifts nachgefüllt werden) kommt auch Windschatten zum Einsatz. Damit rückt Ihr den gestaffelt startenden Kontrahenten noch mehr auf die Pelle, die Euch aber ebenso – und das eine Spur aggressiver als bislang gewohnt. Da trifft es sich gut, dass Kollisionen kaum spürbar abbremsen. Um Einsteiger zu locken, bietet Namco eine alternative Driftsteuerung an, bei der Ihr das Auto per Knopfdruck ausbrechen lasst. Das fühlt sich jedoch verkehrt an, wir raten zur klassischen Fahrweise, bei der Ihr die Wagen mit abrupten Lenkmanövern schwungvoll durch die Kurven wuchtet. In der Karriere tretet Ihr zu vielen kleinen Turnieren mit mehreren Rennen hintereinander an, wie gehabt müsst Ihr aber erst in den langsamen Rennklassen starten. Spitzenplatzierungen bringen Euch weiter sowie Geldprämien, von denen Ihr diesmal neue Autos kauft oder Starthilfen wie einen bereits gefüllten Nitrovorrat ersteht. Kleines Feintuning hin oder her: Ridge Racer 3D ist fast genau das geworden, was man erwarten konnte – das passt.










