
| Spiel: | Kinect Star Wars |
| Publisher: | Microsoft |
| Developer: | Terminal Reality |
| Genre: | Geschicklichkeit |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 5 / 2012 |
Das Kinect-Debüt von George Lucas Weltraum-Seifenoper schickt Euch in ein Jedi-Archiv, das von R2-D2 und C-3PO gehütet wird dort spielt Ihr also quasi Ereignisse der Vergangenheit. Herzstück ist die Jedi-Vorsehung-Kampagne, deren Handlung nach Die Dunkle Bedrohung angesiedelt ist: Deren banale Story dient vor allem dazu, Pausen zwischen Actionsequenzen zu überbrücken und Euren Gliedern etwas Erholung zu gönnen. Immerhin führt Euch die Reise durch ein paar schicke Kulissen. Dabei erinnert das Grafik-Design an die Klonkriege-Serie und bringt das Star Wars-Ambiente gut rüber, ohne jedoch besonders zu glänzen.
Als wackerer Jedi-Lehrling seid Ihr natürlich mit einem Lichtschwert bewaffnet, das reichlich zum Einsatz kommt: Meistens säbelt Ihr durch flottes Armschwingen jede Menge Angreifer weg. Zwar sind Feinheiten wie Ausweichen, Springen, Machtangriff oder Fußtritte möglich, doch weil Kinect in den wuseligen Standard-Gefechten gerne mal eine Bewegung fehlinterpretiert, kommt Ihr häufig mit einfachem Herumwedeln genauso weit. Fußmärsche nimmt Euch die Xbox 360 in der Regel ab, Ihr könnt aber mit entsprechender Pose flink per Machtschub gleiten das ist nicht perfekt, aber den hampeligen Laufbewegungen manch anderer Kinect-Spiele vorzuziehen. Besser machen sich die regelmäßig eingestreuten Fahr- und Ballersequenzen: So flitzt Ihr z.B. mit Landspeedern durch bewaldete Gebiete, müsst gleichzeitig ausweichen und Feinde ins Visier nehmen. Oder Ihr sitzt während einer Weltraumschlacht hinter einem Geschütz und ballert nach Lightgun-Shooter-Manier auf Angreifer besonders Letzteres gefällt mit einer exakten Steuerung.
Nach etwa drei Stunden habt Ihr das Finale erreicht. Solange unterhält die Kampagne trotz ihrer Schwächen akzeptabel, zumal Ihr auf Wunsch auch mit einem Kumpel losziehen dürft. Doch zum Glück steckt in Kinect Star Wars noch eine Menge mehr: Vier Nebentätigkeiten schlummern im Archiv, von denen jede für sich das Gesamtpaket ordentlich aufwertet. So nehmt Ihr bei Podrennen auf einem Schwebevehikel Platz und startet in der galaktischen Meisterschaft: 15 Fahrer und sechs Strecken stehen zur Auswahl, außerdem könnt Ihr durch Rennerfolge Euren Pod aufmotzen. Die Steuerung macht von den Kinect-Möglichkeiten gut Gebrauch, so gebt Ihr mit beiden Armen getrennt Schub um das zu beherrschen, braucht es etwas Übung, dann kommt Laune auf. Allerdings haben die Entwickler noch diverse Aktionen wie Extra-Einsatz, Rempler mit Gestenerkennung integriert, was während der actiongeladenen Rennen auch mal für unnötige Konfusion sorgt.
Die Rancor-Zerstörungsorgie versetzt das klassische Rampage-Konzept in die 3D-Welt: Als ausgebrochener Monstergrobian macht Ihr mehrere Siedlungen dem Erdboden gleich. Mit passenden Bewegungen stampft Ihr Leute platt, werft sie durch die Gegend oder futtert sie kurzerhand. Pulverisiert Gebäude, indem Ihr auf sie springt, mit Schlägen Schockwellen auslöst oder einfach im Sturmlauf durchpflügt erfüllt Ihr stetig wechselne Vorgaben, gibt es Bonuspunkte. Das hat zwar kaum Tiefgang, ist aber wunderbar unkompliziert und kurzweilig.
Bei den Duellen des Schicksals geht Ihr in Lichtschwert-Zweikämpfe, die etwas vielschichtiger ausfallen als das hektische Standard-Gehacke der Kampagne: Ihr steht klügeren Kontrahenten gegenüber und müsst deren Angriffe geschickt blocken, indem Ihr die Ausholbewegungen richtig deutet, bevor Ihr selbst Konter anbringt.
Beim Tanzwettbewerb schließlich ist Sinn für Humor gefragt, denn natürlich ist es reichlich albern, wenn ein Han Solo als Sci-Fi-Travolta die Hüften schwingt. Doch wer nicht zu streng mit dem heiligen Star Wars-Gral umgeht, erlebt ein launiges Musikspiel mit Witz und Partytauglichkeit: Das erreicht trotz ähnlicher Inszenierung freilich nicht den Tiefgang eines Dance Central, mit bloßem Rumzappeln kommt Ihr aber auch nicht weit.
Ulrich Steppberger meint: Ich kenne die Star Wars-Filme natürlich, bin aber kein eingeschworener Fan vielleicht hatte ich genau deshalb überraschend viel Spaß mit dem Zappel-Debüt? Wobei der zugegeben erst richtig begann, als ich die Hauptstory hinter mir gelassen hatte: Die liefert über ihre gut drei Stunden Dauer zwar gelungene Einlagen wie die Zielkreuzballereien und gefällt mir besser als etwa Kinect Rush. Doch es tauchen auch allerlei Sachen auf, die allgemein negativ mit Kinect assoziiert werden zum Beispiel simple Dauerfuchteleien und die schwammige Abfrage von Bewegungen, die nicht immer richtig erkannt werden. Dafür steckt in den Beigaben eine Menge drin: Die flotten Podrennen lenken sich richtig gut (obwohl die Zusatzaktionen nerven), als zerstörerischer Rancor kann man zumindest kurzzeitig prima die Sau rauslassen, die Lichtschwert-Duelle in Reinform gefallen ebenfalls und die launig inszenierten Tanznummern sind zwar nichts für Dance Central-Fetischisten, aber zweifellos partytauglich. Als alleiniger Kaufgrund für die Bewegungssteuerung taugt Kinect Star Wars trotzdem nicht. Aber wenn Ihr den Sensor schon habt? Dann ist das intergalaktische Sammelsurium mehr als einen Blick wert.
- knapp dreistündige Story-Kampage nach Die Dunkle Bedrohung mit 3 Kapiteln
- umfangreiche Podrennen-Karriere mit 6 Kursen und Tuning-Optionen
- Tanzwettbewerb mit 15 Songs
- Rancor-Zerstörungstour durch 4 Orte
Kurzweiliges Kinect-Sammelsurium mit holpriger Hauptkampagne und gelungenen Nebenaufgaben.
| Singleplayer | ![]() | 67 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |










booooahhh… selbst in der demo funktioniert die steuerung nicht.!!! … hat es überhaupt schon jemals ein kinect spiel in der m!games geschafft über 75% zu kommen? …ausser kinect adventures und fruits hab ich bisher nur MULL ( demos ) runter geladen
Dieses Spiel hatte doch als *das* Zugpferd fuer das Kinn-Eckt fungieren sollen. Als ultimativer Beleg seiner Core-Kompatibilitaet. “”Kinect — Du bist der Clown!””
Passend dazu 😀
Naja, kann man 1x durchzocken als Fan, ist aber auch nicht das wirklich wahre SW-Spiel dieser Generation!Habe gestern mal wieder JK – Jedi Academy für die alte XBox aus dem Schrank gekramt und muss sagen, dass dieses Game trotz veralteter Grafik einfach immer noch der absolute Hammer ist! Die Mischung aus 3.Person Hack’n’Slay und Ego Shooter macht einfach heute noch tierisch Laune! Im Nachhinein kommt mMn auch Force Unleashed trotz besserer Grafik nicht an das Gameplay ran!Warum es kein neues Jedi Knight gibt bzw. bisher gab, bleibt mir daher ein Rätsel!