King Kong – im Klassik-Test (360)

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Letztere haben sich mit der Bedrohung durch räuberische Riesen-Reptilien, gigantische Tausendfüßler, Brontosaurier-Stampeden und von Wachstumshormonschüben überstrapazierte Pelztierchen auf ihre Weise ­arrangiert. Sie verehren die schuppigen, schmierigen und haarigen Brocken als gottgleiche Wesen, denen mit Opfern gehuldigt werden will. Klar, dass Jack seiner geliebten Ann das Schicksal als Monsterhappen ersparen will und sich – mal ­allein, mal mit einem Kumpel im Schlepptau – auf die Ego-Socken macht, um Dinos und Affen den Appetit auf rassige Menschenweibchen auszutreiben. Dumm nur, dass Euer Alter Ego dabei ähnliche Probleme hat wie die Eingeborenen: Mit Stein und Speer kommt man gegen dicke Dinohäute nicht weit.

Zwar bot die Zivilisation auch im frühen 20. Jahrhundert schon neckische Wummen wie Pistole, Schrotflinte, Scharfschützengewehr und Tommygun – aber die nötige Muni­tion findet man nicht unter Steinen und Büschen. Immerhin kreist über der Insel an Bord eines schicken Propeller-Wasserflugzeugs ein Leidensgenosse, der dann und wann mit dem Fallschirm prall gefüllte Waffenkisten gen Urwaldboden schweben lässt – aber im Kampf gegen tonnenschwere Brocken hat sich der Vorrat schnell erschöpft. Erschwerend hinzu kommt der Faible der Ubisoft-Desig­ner für knallharten Realismus: Um das Gefühl der Bedrohung zu steigern, habt Ihr weder Waffen-Rucksack noch Energieleiste im Gepäck. Mehr als ein Provisorium wie Speer bzw. Knochen und eine Wumme kann Euer gestresster Abenteurer nicht schleppen.

Und erwischt Euch ein bissiger Raptor ein oder zweimal mit den rasiermesserscharfen Zähnen, ist’s vorbei: Der Bildschirm wird blutrot, das Pad vibriert und sphärische Klänge stimmen Euch auf den nahenden Übergang ins virtuelle Jenseits ein. Wer mehr Glück als Verstand und noch immer eine durchgeladene Flinte im Anschlag hat, der kann das Ruder vielleicht noch rumreißen – aber so richtig reagieren wollt Ihr in diesem angeschlagenen Zustand nicht mehr. Umso verblüffender übrigens, dass die Heilung an ein Wunder grenzt: Wer überlebt, der braucht lediglich eine kleine ­Verschnaufpause und prescht an­schließend wieder wie ein junger Gott durch den Busch.

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Dirk von Riva
5. Juli 2023 13:55

Das Spiel ist tatsächlich eine der besseren Film Versoftungen. Auf eBay bekommt man es teilweise für 5 bis 10 €.

MadMacs
5. Juli 2023 12:42

Ich hab’s sehr gut in Erinnerung – war damals mein erstes 360 Spiel.

Rudi Ratlos
5. Juli 2023 12:10

Ah, danke dir – das klingt doch tatsächlich nicht schlecht. Dann schau ich mal, wie und wo man das am Besten heute noch spielen kann 🙂

4. Juli 2023 9:41

Nein, finde ich nicht. Gehört für mich eher zu den besseren Filmversoftungen, da das Spiel solides Gameplay bietet und vor allem das Flair des Films sehr gut einfängt.
Die Passagen mit Kong finde ich auch heute noch beeindruckend.

Rudi Ratlos
4. Juli 2023 8:44

Insgesamt aber schon eher ein Grafikblender, oder?

3. Juli 2023 17:06

Ich mag das Spiel und die wunderschöne Atmosphäre. Hatte mir damals sogar die (grottige) DS-Version gekauft und durchgespielt. ^^
Die Xbox-Version habe ich auch heute noch in meiner Sammlung.

Dirk von Riva
3. Juli 2023 15:39

Habs erst kürzlich (Ende 2022) zum ersten Mal durchgespielt…. war gar nicht schlecht… bedenkt man das heutige Alter des Spiels (und das inzwischen 2 weitere Hardware Generationen (wenn man von der Xbox 360 Version ausgeht) liegen.