L.A. Noire – im Test (PS4 / Xbox One / Switch)

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Manchmal geht es bei Rockstar Games ganz schön schnell: Zwischen überraschender Ankündigung und Veröffentlichung des überarbeiteten Krimi-Abenteuers L.A. Noire lagen nicht mal zehn Wochen. Wieder schlüpfen wir in die Rolle des Polizisten Cole Phelps, der im Los Angeles der 1940er seinem Beruf nachgeht. Auch wenn die Inszenierung zu Beginn glauben lässt, dass es sich um ein Grand Theft Auto im historischen Gewand handelt, wird rasch klar – L.A. Noire schlägt eine andere Richtung ein. Zwar könnt Ihr die Stadt mit dem Auto erkunden, aber jenseits der Story gibt es bis auf das Suchen von Sammelobjekten und simple Mini-Einsätze wenig zu tun. Obligatorische Actioneinlagen wie Faustkämpfe oder Deckungsballer-Passagen sind mit an Bord, nehmen aber nur einen geringen Anteil des Spiels ein. Überwiegend seid Ihr mit zwei Tätigkeiten beschäftigt: dem Besuchen und Untersuchen von Tatorten nach Beweismitteln sowie der Befragungen von Zeugen und Verdächtigen. Habt Ihr einen Schauplatz erreicht, stapft Cole die Umgebung ab und wird tatkräftig von Ton- und Vibrationshinweisen unterstützt, um die öfters unauffällig platzierten Objekte aufzuspüren.

Bei den Gesprächen, in denen Ihr die ausdrucksstark animierten Gesichter Eurer Gegenüber inspi­ziert, stehen Euch drei Reaktions­möglichkeiten zur Wahl, um die Unterhaltung voranzutreiben: Anders als im Original heißt es nicht mehr ”Wahrheit, Anzweifeln, Lüge”, sondern ”Guter Cop, Böser Cop, Beschuldigen”. Das passt besser zu Coles Auftreten, trotzdem kommt es immer wieder zu irritierenden Momenten: Denn Ihr gebt nur grob sein Verhalten vor, wisst aber nie, was Euer Alter Ego dann genau sagen wird.

Neben dieser Feinkorrektur hat Rockstar das etablierte Neuauflagen-Rezept ­abgearbeitet: Die Technik bekam eine solide Feinpolitur mit frischen Texturen, besseren Lichteffekten und Bildrate verpasst, zwei zusätzliche Kamera­winkel (Schulterblick und Panorama an Tatorten) sorgen für andere Perspektiven. Sämtliche damaligen DLC-Inhalte sind mit an Bord: Ein paar alternative Outfits verleihen Cole bessere Fähigkeiten, fünf zusätzliche Kriminalfälle sind nahtlos in die Story integriert. Switch-Detektive erfreuen sich zudem an erweiterten Kontrollmöglichkeiten: Per Bewegungs- und Gestensteuerung lassen sich etwa Schlägereien dynamischer absolvieren oder Gegenstände genauer untersuchen. Mittels Touchscreen blättert Ihr Euer Notizbuch durch oder tippt in den Schauplätzen herum, um die Suche nach Hinweisen bequemer zu gestalten.

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