LawBreakers – im Test (PS4)

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Verschiedene Charakter­klassen mit festgelegten Waffen und Fähigkeiten, Mehrspieler-Matches mit konkreten Missionszielen, Belohnungskisten und keinerlei Solo­inhalte: Auf den ersten Blick könnte man LawBreakers für den bösen Zwilling von Overwatch halten. Doch arbeitet man sich tiefer in die Materie ein, entdeckt man größere Unterschiede als nur den Grafikstil.

Der fällt allerdings sofort ins Auge. Wo Overwatch cartoon­artig, freundlich und bunt ist, ähnelt LawBreakers eher der typischen Unreal-Engine-Techdemo. Kalte Farben, metallische Umgebungen und schlecht gelaunte Charaktere in unbequemen Rüstungen erinnern ebenso an Unreal Tournament wie die martialischen Waffen und das ­flotte Spieltempo. Ihr rennt, rutscht und springt flink durch die Gänge und offenen Plätze der gut balancierten acht Maps, bis es Euch den Boden unter den Füßen wegzieht. Dafür muss keine gegnerische Kugel verantwortlich sein: Auf jeder Karte finden sich Bereiche, in denen die Schwerkraft ausgesetzt hat und Ihr träge durch die Luft schwebt. So seid Ihr einerseits ein leichtes Ziel, habt andererseits aber das Überraschungsmoment auf Eurer Seite, wenn Ihr aus luftiger Höhe oder einem ungewöhnlichen Winkel angreift.

Kills sind jedoch in keinem der fünf Spielmodi oberste Prio­rität. Es gewinnt immer nur das Fünferteam, das sich dem ­Missionsziel widmet. Ihr klaut Euch gegenseitig Batterien und Uplink-Stationen, balgt Euch in der futuristischen Football-Variante Blitzball um das (sprechende) Spielgerät oder haltet Zonen besetzt, welche den Standort ändern. Nach einem abgeschlossenen Match hagelt es Erfahrungspunkte, beim Level­aufstieg winkt eine Kiste mit zufälligen kosmetischen Inhalten wie Aufklebern und Skins. Diese Boxen dürft Ihr auch mit Echtgeld kaufen. Für zwei werden 2 Euro, für fünfzig satte 40 Euro fällig.

Spielt Ihr nicht mit Kumpels, hängt der Spielspaß stark von Euren Mitspielern ab. Wer in einem Team kämpft, bei dem die Leute lieber sinnlos Abschüsse sammeln als sich um das Missionsziel zu kümmern, wird ­frustriert in den Controller beißen. ­Wenigstens spielt die Auswahl und der Mix der Charaktere keine so große ­Rolle wie in Overwatch. Jede der neun Klassen verursacht ordentlich Schaden, durch die unterschiedlichen Fähigkeiten und Lebenspunktepolster eignen sich einige der Kämpfer aber einfach besser zum Verteidigen oder Angreifen als andere.

Mit etwas Übung und den richtigen Mitspielern entwickeln sich dank der griffigen Steuerung bald heiße Gefechte. Für Unmut sorgt das spartanische Drumherum: Ihr dürft Euch bei der Partiensuche nicht auf bestimmte Maps oder Modi beschränken, im ”Schnellmatch” rotieren Karten und Spielvarianten durch. Abseits davon könnt Ihr lediglich eigene Ses­sions erstellen, spielbare Tutorials oder eine Kampagne fehlen.

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