Little Nightmares II – im Test (PS4)

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Wer sich aufmerksam umsieht, findet versteckte Kopfbedeckungen und erlöst Kinderseelen – nicht ahnend, was im nächsten Augenblick folgen mag. So in etwa funktionieren auch die übrigen Schauplätze, auf die wir nicht genauer eingehen werden, zumal die Entwickler ständig neue Ideen und Überraschungen aus dem Hut zaubern und die verschiedenen Elemente meisterlich aufeinander abstimmen.

Originell sind die einzelnen Elemente nicht, sie ­funktionieren heute so wie vor 20 Jahren im PS2-Hit Ico. Ihr versucht die Umgebung zu lesen und zu entschlüsseln, wie es weitergeht, verschiedene Lösungswege gibt es in der Regel nicht. Die größte spielerische Neuerung zum Vorgänger sind Kämpfe, die allerdings selten sind: In der Schule zerdeppert Ihr mit der Schöpfkelle aggressiven Schülern den Porzellankopf, im Krankenhaus erschlagt Ihr das eine oder andere ”eiskalte Händchen”.

Little Nightmares II ist spielerisch selten anspruchsvoll. Die kurzen Kampfszenen könnten mehrere Anläufe erfordern, weil das Ausholen recht lange ­dauert und Ihr Euch wegen der fixen ­Kameraperspektive beim Abstand zum Angreifer verschätzen könnt. Dies ist den Entwicklern zufolge eine bewusste Design-Entscheidung, da Mono ein Kind ist, das mit Werkzeugen Erwachsener hantiert. Ladezeiten nach dem Ableben dauern aber nur wenige Sekunden und Rücksetzpunkte sind großzügig verteilt. Ähnliche Trial&Error-Momente erlebt Ihr bei den Flucht-Sequenzen, wenn Ihr den Weg nicht rechtzeitig erkennt. Manchmal liegt es auch einfach an der Steuerung, die wegen der geschmeidigen Bewegungsabläufe etwas behäbig auf Eingaben reagiert – ein bisschen wie bei Uncharted. Dafür fügen sich die Animationen aber ästhetisch besser ein als blitzschnelle Richtungswechsel.

Ästhetik spielt für das Spiel­erlebnis ohnehin die zentrale Rolle: Jeder einzelne Augenblick arrangiert seine Bildelemente zu wunderschönen Gemälden, sodass man den Finger kaum von der Screenshot-Taste lösen möchte. Abgesehen von vereinzelten Clipping-Fehlern und KI-Zuckern gibt es an der Technik nichts zu meckern. Schaurige Licht- und Schattenspiele sowie der wohldosierte Einsatz von Fokus und Tiefenschärfe treffen auf reduziert-effektvolles Art-Design, wobei die Beleuchtung immer auch Wegweiser und Hinweis ist. Begleitet wird der Augenschmaus von meist zurückhaltenden Klangteppichen, die im rechten Moment anschwellen oder abebben, und unbequemen Soundeffekten, die dem unterschwellig-surrealen Horror oft noch eine zusätzliche Dimension verleihen.

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RYU
I, MANIAC
Profi (Level 3)
RYU

Hatte eigentlich ‘nen Coop-Game hier erwartet.

Das mit der leicht behäbigen Steuerung stimmt schon, aber der Vergleich mit Uncharted hinkt hier imo. Hinter der der Animations-Mechanik von Uncharted hängt eher so etwas wie die ANT-Mechanik von EA, welche die Bewegungsabläufe zwar fließender erscheinen lässt, aber diese eben nicht ausbremst.

Heisenberg
Mitglied
Intermediate (Level 3)
Heisenberg

Habs seit release.
Allerdings….. Sehr viel trial and error. Gefühlt mehr als im ersten.
Pausiere schon länger jetzt, weil ich es sehr frustig finde. 😞😔

MadMacs
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Maniac
MadMacs

Mir hatte der Vorgänger schon sehr gefallen und Teil 2 gefällt mir genau so gut (bin noch nicht durch).

Ich mag die Grafik und die Stimmung.

Maverick
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Maverick

Hab auch letztes Wochenende auf der playsi die demo gespielt und wirklich berauschend fand ich es nicht.
Aktuell bin ich aber eh noch schwer begeistert von persona 5 strikers.

JonnyRocket77
I, MANIAC
Maniac
JonnyRocket77

Werde mir das bei einem der zahlreichen Sales mal holen. Den Vorgänger fand ich schon recht stimmig.

Supermario6819
Mitglied
Profi (Level 3)
Supermario6819

Da keiner etwas schreibt kann das Interesse an dem Spiel nicht sehr groß sein.Die Demo auf der Xbox hat mich auch eher abgeschreckt als das Spiel zu kaufen.