
Seite 2
Zwar wird Katias recht linearer Marsch durch die übersichtlichen 3D-Kerker durch gelegentliche Schalterrätsel, Eskortierungsmissionen oder ähnliche Einlagen aufgepeppt, Eure Hauptaufgabe besteht aber im Niedermetzeln ungezählter Ungeheuerhorden. Nach dem Zufallsprinzip werdet Ihr von flinken Echsenkriegern, fleischfressenden Pflanzen, säbelschwingenden Skeletten oder mehrköpfigen Höllenhunden angefallen, Sekunden darauf beginnt die Echtzeitschlacht in einer abgetrennten Kampfarena. Persönlich macht sich Eure Heldin dabei nicht die Hände schmutzig, stattdessen verlässt sich Hochwohlgeboren vollständig auf die Macht der sogenannten Wächtergeschöpfe. Diese unterteilen sich in verschiedene Klassen: Während einige Geschöpfe an Katias statt auf Knopfdruck nur einen raschen Hieb vollführen, stürzen sich andere Monster einmal beschworen eigenständig ins Gefecht, bis ihre Energie aufgebraucht ist. Wieder andere Kreaturen heilen die angeschlagene Protagonistin oder warten auf fester Position bis ein umherziehender Gegner in Angriffsreichweite torkelt. Zusätzlich gehören alle Dämonen einer von vier Elementarklasse an, die in traditioneller ‘Wasser löscht Feuer’-Wechselwirkung miteinander stehen.
Von der Steuerung her gestalten sich die Keilereien sehr einfach: Mit dem Analogstick dirigiert Ihr Katia durch die Arena, auf jedem der vier Hauptaktionsknöpfe liegt je eine Karte. Per Druck auf die Taste spielt Ihr das entsprechende Monstrum respektive dessen Fähigkeit aus. Einmal aufgebraucht, verschwindet die Karte und eine neue rückt via Zufallsprinzip aus dem verdeckten Stapel nach. Seid Ihr mit einer gerade auszuspielenden Kreatur einmal nicht zufrieden, könnt Ihr sie auch ungenutzt gegen eine neue austauschen. Allerdings ist dabei Vorsicht geboten, denn die Kämpfe unterliegen strikten Regeln. So dürft Ihr in jeden Dungeon nur ein Deck bestehend aus maximal 30 Karten mitnehmen. Zudem stehen Euch einmal ausgespielte oder weggeworfene Karten für den restlichen Level nicht mehr zur Verfügung. Die richtige Dämonenmischung vor Kerkereintritt auszutüftlen, ist besonders in höheren Stufen enorm wichtig.
Über 100 verschiedene Spielkarten gibt es in den Lost Kingdoms zu finden. Während Alltagskreaturen wie Hobgoblins meist entlang des Weges in Schatztruhen warten, müsst Ihr nach selteneren Exemplaren schon in Geheimgängen oder freizuschaltenden Extra-Dungeons suchen. Ein netter Zweispielermodus sorgt für zusätzlichen Taktikspaß: In einer Spezial-Arena dürft Ihr hier die Kräfte Eures Decks mit der Kartenauswahl eines Kumpels messen.








