Lost Kingdoms – im Klassik-Test (GC)

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Zwar wird Katias recht linearer Marsch durch die übersichtlichen 3D-Kerker durch gelegentliche Schalterrätsel, Eskor­tierungsmissionen oder ähnliche Ein­lagen aufgepeppt, Eure Hauptaufgabe besteht aber im Niedermetzeln ungezählter Ungeheuerhorden. Nach dem Zufalls­prinzip werdet Ihr von flinken Echsen­kriegern, fleischfressenden Pflanzen, säbelschwingenden Skeletten oder mehrköpfigen Höllenhunden angefallen, Se­kunden darauf beginnt die Echtzeit­schlacht in einer abgetrennten Kampf­arena. Persönlich macht sich Eure Heldin dabei nicht die Hände schmutzig, stattdessen verlässt sich Hochwohlgeboren vollständig auf die Macht der sogenannten Wächtergeschöpfe. Diese unterteilen sich in verschiedene Klassen: Während einige Geschöpfe an Kat­ias statt auf Knopf­druck nur einen raschen Hieb vollführen, stürzen sich andere Monster einmal beschworen eigenständig ins Ge­fecht, bis ihre Energie aufgebraucht ist. Wieder andere Kreaturen heilen die angeschlagene Protagonistin oder warten auf fester Position bis ein umherziehender Gegner in Angriffs­reichweite torkelt. Zusätzlich gehören alle Dämonen einer von vier Ele­men­tar­klasse an, die in traditioneller ‘Wasser löscht Feuer’-Wechsel­wir­kung miteinander stehen.

Von der Steuerung her gestalten sich die Keilereien sehr einfach: Mit dem Ana­log­stick dirigiert Ihr Katia durch die Arena, auf jedem der vier Hauptaktionsknöpfe liegt je eine Karte. Per Druck auf die Tas­te spielt Ihr das entsprechende Mons­trum respektive dessen Fähigkeit aus. Einmal aufgebraucht, verschwindet die Karte und eine neue rückt via Zufalls­prinzip aus dem verdeckten Stapel nach. Seid Ihr mit einer gerade auszuspielenden Kreatur einmal nicht zufrieden, könnt Ihr sie auch ungenutzt gegen eine neue austauschen. Allerdings ist dabei Vor­sicht geboten, denn die ­Kämpfe unterliegen strikten Re­geln. So dürft Ihr in jeden Dungeon nur ein Deck bestehend aus maximal 30 Karten mitnehmen. Zu­dem stehen Euch einmal ausgespielte oder weg­­geworfene Karten für den restlichen Le­vel nicht mehr zur Ver­fügung. Die richtige Dä­monenmischung vor Ker­ker­eintritt auszutüftlen, ist besonders in höheren Stufen enorm wichtig.

Über 100 verschiedene Spiel­karten gibt es in den Lost Kingdoms zu finden. Während Alltagskreaturen wie Hobgob­lins meist entlang des Weges in Schatz­truhen warten, müsst Ihr nach selteneren Exem­pla­ren schon in Geheimgängen oder freizuschaltenden Extra-Dun­geons suchen. Ein netter Zweispieler­modus sorgt für zusätzlichen Taktikspaß: In einer Spezial-Arena dürft Ihr hier die Kräfte Eures Decks mit der Kartenaus­wahl eines Kumpels messen.

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