Mario Party 8 – im Klassik-Test (Wii)

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Jedes Mario Party steht und fällt mit dem Vierspieler-Modus – das gilt auch für die achte Episode. Deshalb wurde trotz drohenden Redaktionsschlusses eine Test-Truppe zusammengestellt, die jeden Zockertypen abdeckt. Dichtgedrängt auf dem Sofa saßen also zwei Mario Party-Fans, ein Kollege mit Klempner-Antipathie und ein Nichtspieler der Marke ’Meine Bewegungen werden auf den Bildschirm übertragen? Wahnsinn!’ Etliche Runden später war man sich einig: Irgendwie reißt einen die Mehrspieler-Gaudi nicht so richtig mit.

Wie ist das zu erklären? Wird der Wii von manchen nicht als Minispiel-Konsole tituliert? Und genau das ist es doch, um das sich alles dreht – Minispiele. Wie bei einem Gesellschaftsspiel wird reihum gewürfelt und über ein Brett gezogen. Sieger ist, wer am Ende die meisten Sterne ergattert hat. Die begehrten Himmelskörper gibt’s für jeweils 20 Münzen an zufälligen Stellen des Spielfeldes zu kaufen. Um liquide zu sein, heißt es, die Mitstreiter nach jeder Runde in einem kleinen Geschicklichkeitsspiel zu besiegen.

Neu ist hierbei die Steuerung: So lenkt Ihr z.B. Euer Kart nicht mehr via Analogstick, sondern durch Bewegungen der Fernbedienung. Oder Ihr verwendet den Controller als Lightgun und ballert auf Buu-Huus. Weiteres Einsatzgebiet: Ihr münzt die Remote zum Hammer um und versenkt ein paar Nägel. Über 60 Quickies bietet Mario Party 8: Manche sind spaßig, einige öde und andere zu kompliziert – wie immer halt.

Was die Party allerdings oft erlahmen lässt, ist der undynamische Ablauf auf dem Brett. Ständig kauft jemand Items oder verwendet sie. Ständig stiften Aktionsfelder Chaos. Und ständig sorgen Texteinblendungen für Unterbrechungen. Dabei sind die neuen Spielfelder wirklich interessant gestaltet – keines der sechs Bretter spielt sich wie das vorangegangene. Während Ihr in der Koopa-Stadt im ”Monopoly”-Stil Immobilien kauft, wisst Ihr im Geisterhaus nie, was das nächste Zimmer für Euch parat hält. Andere Locations wiederum überraschen mit einem einzigen Pfad ohne Abzweigungen.

Lobenswert: Einzelspieler können sich nun optional mit nur einem Computergegner herumärgern – das verkürzt die Wartezeit. Außerdem sind die ’Extraspiele’, die abseits des Brettspiel-Trubels gezockt werden können, ein gelungener Zeitvertreib. Freischaltbare Minispiele oder Jahrmarkt-Figuren sorgen schließlich für Langzeitmotivation. Einen Multiplayer-Award gibt’s wegen der eingangs beschriebenden Probleme aber nicht. Und das ist bitter…

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