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Allein lassen Euch die KI-Kameraden fast nie: Sie bestimmen, wann eine Tür geöffnet wird, welchen Pfad Ihr beim nächtlichen Quad-Ausflug nehmt oder wann bei einem Stellungskampf die Frontlinie verschoben wird. Leider stellt sich die KI bei den Schusswechseln nicht sonderlich helle an – hüben wie drüben: Eure Mitstreiter legen selbst kaum Gegner um, Feinde ploppen im ’Hau den Maulwurf’-Stil an je ein bis zwei Punkten hinter ihrer Deckung hervor. Dass sich dennoch spannende Schlachten entwickeln, liegt an der oft taktisch reizvollen Beschaffenheit der Umgebung und nicht zuletzt an den brachialen Soundeffekten. Wenn Kugeln vorbeipfeifen oder Euch mit einem dumpfen ’Sssumm’ treffen und gleichzeitig das Donnern eines Bomberangriffs Euer Wohnzimmer erschüttert, gilt der alte DSF-Spruch: Mittendrin statt nur dabei!
Flimmert nach ca. sechs Stunden der Abspann der Kampagne über den Schirm, habt Ihr u.a. einen Heli-Einsatz, eine nächtliche Schleichtour, wuchtige Geschützknallereien hinter einer Minigun sowie diverse ’Erledige die hellen Punkte in 3 km Entfernung’-Einsätze (siehe Bild rechts) hinter Euch – und einen handwerklich wie spielerisch kompetenten Kriegsshooter ohne grobe Mängel, aber auch ohne denkwürdige Höhepunkte durchgezockt. Nicht mehr und nicht weniger!
Für den Mehrspieler-Part engagierte EA die Battlefield-Profis vom Studio DICE. Die liefern gute bis sehr gute Arbeit ab, versäumen es aber ebenso, den Spieler zu überraschen. Ihr wählt eine von drei Klassen und bekriegt Euch u.a. im Deathmatch, haltet in einer King-of-the-Hill-Variante Punkte auf der Karte oder versucht in ’Combat Mission’ – abwechselnd als Amis bzw. als OPFOR-Einheiten –, fünf Stellungen einzunehmen bzw. zu verteidigen.
So schön und detailreich die Maps wirken, sie sind sich grafisch doch zu ähnlich. Spielerisch finden Call of Duty-Kenner schnell den Einstieg – allerdings beißt Ihr bei MoH noch rascher ins Gras. Etwas nervig ist das lahme Aufleveln: Gerade die (später sehr mächtigen) Sniper müssen sich stundenlang mit Gewehren ohne echten Zoom herumquälen. Auffällig war auch das Ungleichgewicht im Modus ’Combat Mission’ – hier gehen die Verteidiger fast immer als Sieger aus den Matches hervor.










