Mercenaries: Playground of Destruction – im Klassik-Test (Xbox)

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Neben der UN, Südkorea, China und der russischen Mafia erschließt Ihr noch andere Geldquellen: Absolviert Checkpoint-Rennen oder nehmt zeitlich begrenzte Herausforderungen an. Für den Handlungsstrang sind diese nicht zwingend, doch bringt Euch das bestehen jener Aufgaben Kleingeld für teure Militärausrüstung oder lebensrettende Sanitätsmaßnahmen. Über PDA habt Ihr jederzeit Zugriff auf den Shop ‘Merchant of Menace’ und könnt aus Luftschlägen, Waffen, Sprengstoffen, Erste-Hilfe-Paketen und nicht zuletzt zahlreichen Vehikeln wählen. Vorausgesetzt die Kohle stimmt, wird das Gewünschte prompt zugestellt. Doch warum kaufen, wenn sich das Gros der Gerätschaften zum Klauen regelrecht anbietet. ­Zumindest was Fahrzeuge anbelangt, sind Euch keine moralischen und rechtlichen Grenzen gesetzt. Ein ­Tastendruck genügt und Ihr reißt Euch Geländewagen, PKWs, Panzer sowie Kampfhubschrauber unter den Nagel. Selbst bemannte Fahrzeuge stellen kein Hindernis dar: Eine Granate in die Zugangsluke gestopft und der Panzer gehört Euch – Brandflecken ­inklusive. Doch nicht alles was glänzt, ist Gold. Manchen Vehikeln haftet ein nicht ungefährlicher Nachteil an: Dreht Ihr in einem nordkoreanischen Jeep eine Runde durch die demilitarisierte Zone, nehmen Euch UN-­Truppen rigoros unter Beschuss, bis Ihr durch Hupen Eure Tarnung aufgebt.

Grafisch präsentiert sich Mercenaries als zweischneidiges Schwert: Während Ihr Euch an bildschirmfüllenden Explosionen, einstürzenden Gebäuden und brennenden Fahrzeugen ergötzt, bleibt die Weitsicht auf der Strecke beziehungsweise verschwindet schnell im dichten Nebel. Bei Hubschraubersequenzen könnt Ihr die Landschaft ab einer gewissen Flughöhe nur vage unter einer braunen Suppe wahrnehmen. Mit beiden Beinen auf dem virtuellen Boden ­erfreut Ihr Euch dagegen am exzellenten Physikmodell, das abgeschossene Objekte meterweit durch die Luft segeln lässt.

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Rudi Ratlos
I, MANIAC
Rudi Ratlos

Das war seinerzeit auf stumpfe Art recht unterhaltsam.