Merry Bunny Garden – im Import-Test (Switch)

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Screenshot von Merry Bunny Garden
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Als vor etwas über zwei Jahren erstmals die Türen der Bunny Garden-Bar öffneten und die Damen Kana, Rin und Miuka in Häschen-Outfits zum Plausch baten, blieb ­Europa außen vor und auch Nintendo selbst scheint nur bedingt aufgepasst zu haben. Zumindest bekamen asiatische (und amerikanische) Interessenten damals noch eine ungeschnittene (aber relativ harmlose) Fassung vorgesetzt. Das leidlich prickelnde Treiben erzielte 55 Spielspaßpunkte im Import-Test der M! 12/24. Trotzdem muss dieses Debüt eine ordentliche Zahl an Fans gewonnen haben, sind doch seither mehrere Nachfolger und Ableger in Arbeit oder erschienen. So wie Merry Bunny Garden, das verpackt nur in Asien, nicht aber im Mutterland Japan erhältlich ist.

Diesmal schlüpft Ihr nicht in die Rolle eines Barbesuchers, sondern helft den Mädels direkt aus. Nach einer besonders feuchtfröhlichen Schicht sind die nämlich ordentlich angeheitert und finden nicht mehr alleine den Weg nach Hause. Eure Aufgabe ist es also, sie möglichst heil dorthin zu bringen, was so seine Tücken hat. Denn um Gefahren wie herumstehende Kisten und Tonnen oder unaufmerksame Radfahrer zu vermeiden, müsst Ihr mit einer konsequent störrischen Steuerung klarkommen. Der linke Analogstick gibt das Tempo vor, mit den Schultertasten animiert Ihr die Dame Eurer Wahl zur Drehung nach links oder rechts, während sie torkelt. Euer Einfluss ist aber begrenzt und Ihr müsst ständig aufpassen, ob sie nicht doch irgendwie aus der Reihe tanzt (oder genauer: schwankt). Das spielt sich durchaus manierlich, wenn auch die unhandliche Kameraführung zusätzlich nervt und später unfair anmutende Situationen auftauchen können. Dafür fällt der Rest der Aktivitäten klar ab: Die betrunkenen Storydialoge sind bemüht zotig und schnell langweilig. Das Quintett an Minispielen fällt zwar etwas interaktiver als beim originalen Bunny Garden aus, verliert aber auch im ­Eiltempo an Reiz. Apropos Reiz: Diesmal hat Nintendo einige züchtige Restriktionen verfügt, die von irrelevant bis merkwürdig (Hautcreme ist auf der Switch grün statt weiß) reichen. Aber wer sich von Merry Bunny Garden tatsächlich zündende Erotik erwartet, hätte diese auch ”unzensiert” nicht wirklich bekommen.

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