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| Spiel: | Monster Hunter Wilds |
| Publisher: | Capcom |
| Developer: | Capcom |
| Genre: | Action-Rollenspiel |
| Getestet für: | PS5 |
| Erhältlich für: | PS5, XSX |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 4 / 2025 |
Vor einigen Jahren im Westen noch wahlweise als Geheimtipp gehandelt oder skeptisch beäugt, mauserte sich Capcoms Monsterjäger-Serie spätestens mit Monster Hunter World (90% in M! 02/18) zum internationalen Phänomen. Dem ließ das Team Monster Hunter Rise (91% in M! 05/21) folgen, das nur vermeintlich kleinere Brötchen backte, Nachwuchsjäger und alte Serien-Haudegen waren begeistert.
Mit Monster Hunter Wilds winkt nun das nächste große Abenteuer und die Community ist ganz offensichtlich in Jagdlaune. Das beweisen die Rekordzahlen der vorangegangenen Beta-Tests und auch wir haben natürlich beherzt ins Horn geblasen und zahllose Stunden in die Vollversion von Capcoms neuester Monsterhatz versenkt, um das ideale Testresultat zu jagen.
Im Zentrum der Handlung von Wilds steht der junge Nata. Diesen gabelt Ihr an der Grenze zum Verbotenen Land auf – eine unbekannte Region, die lange als unbewohnt galt. Verzweifelt berichtet das Kind von der Zerstörung seines Dorfes durch ein mysteriöses Monster, dem ”Weißen Geist”. Ursprünglich als alte Sage abgetan, zeigt sich die Jagdgilde vom Bericht über das grausige Biest motiviert, den Vorkommnissen nachzugehen. Ihr schlüpft also in die Rolle eines Jägers der Forschungskommission (den oder die Ihr im Vorfeld nach Euren Vorstellungen und wahlweise ähnlich kleinteilig wie im letztjährigen Dragon’s Dogma 2 gestaltet) und stürzt Euch mit gewetzter Klinge ins Gefecht.
Was in diesem Kontext schnell auffällt: Monster Hunter Wilds setzt auf eine merklich reichhaltigere Handlung als die Vorgänger. Hier werden nicht selten filmische Erzähl- und Stilmittel bemüht, um eine solide Geschichte auf die Beine zu stellen, die zudem von einer deutlich aufgebohrten Präsentation profitiert. Die Rahmenhandlung um Eure gefährliche Forschungsreise lässt dabei eine erfrischende Abenteuerstimmung aufkommen. Das ändert zwar nichts daran, dass die Story auch in Wilds letztlich weitgehend Mittel zum Zweck bleibt, um Euch von einer Jagd in die nächste zu lotsen – der Aufwand trägt aber zweifellos zur Immersion bei.








Vor ein paar Tagen habe ich mir die PS5-Version von “Monster Hunter Wilds” dann doch gekauft, nachdem mir die Beta vor dem Release gar nicht gefiel (“Ultimate 4” und “World” habe ich regelrecht verschlungen und geliebt).
Bin jetzt knapp über 10 Stunden im Geschehen und leicht schockiert, wie dieses Spiel eine bessere Wertung als “World” einheimsen konnte. (Ein Freund scherzt schon, da sei doch “Geld geflossen” bei der Beurteilung.)
Die Grafik ist sowas von hässlich auf meiner PS5 Pro, ich habe schon an allen möglichen Einstellungen herumgedoktort, es bleibt ein blasser Matsch mit völlig uneinheitlichen Texturen, von hochaufgelöst bis PlayStation 2-Qualität. Was für ein Unfall, wie hässlich dieses Spiel aussieht. Und ihr vergebt eine Grafiknote 9 von 10? 6 von 10 trifft es wohl eher, nach allem, was ich bisher sehen durfte.
Auch der Spielablauf begeistert mich nicht, vor allem die langweilige und aufgezwungene Geschichte mit den unsäglich schlecht geschriebenen Dialogen und Zwischensequenzen und durch die Bank weg unsympathischen Charakteren zerstört mit komplett die Lust auf dieses Abenteuer.
Dass jetzt auch die Felynen reden, passt immerhin zum katastrophalen Gesamtbild. Wollte man hier etwa mutwillig die Marke beschädigen?
Dass in den Kämpfen einige Hitboxen viel zu groß geraten sind (ich stehe hinter dem Monster und eine Attacke des Viehs nach vorne reißt und verletzt mich mit!?) passt leider ebenfalls zum traurigen Gesamtbild.
Ich konnte das alles wirklich nicht glauben und habe gestern nach einer Session mit “Wilds” mal wieder “World” angemacht und mir kamen ja fast die Tränen, als ich sah, wie viel besser und schöner das acht Jahre alte Spiel im Vergleich aussieht! Selbst die Menüs sind ansehnlicher und übersichtlicher. Und diese schöne Musik in “Monster Hunter World”, ja, so muss ein “Monster Hunter” klingen, pompös und verspielt mit berauschenden Orchesterklängen und nicht diese generische Westernmusik, die im Lager von “Wilds” dudelt.
Ach, ist das alles traurig!
Ein bisschen werde ich es noch spielen und ihm eine Chance geben, aber selbst das uralte “Freedom Unite”, das ich momentan im Emulator auf meinem Gaming-Smartphone spiele, besitzt mehr Stil, Klasse, Schönheit und motivierende Elemente, als dieser letzte und völlig orientierungslose Aufguss einer ehemals unverwüstlich guten Spielereihe.
Mensch, “Monster Hunter”, was haben die dir nur angetan?
Hier nun meine Wertung nach den ersten traurigen Spielstunden:
Singleplayer 6/10
Multiplayer 7/10
Grafik 6/10
Sound 6/10
Gesamt: 60 %
Der Test hat mich doch final überzeugt. Gekauft auch ohne Sale. 🤗
Ich bin etwas spät auf der Party und spiele gerade World und Rise. Aber im Sale werde ich bestimmt zuschlagen.
Und die Reise geht scheinbar aktuell Richtung „breite Masse“, Hardcore Fans meckern schon. 😉