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”Immersion” ist auch das richtige Stichwort hinsichtlich der Spielwelt. Während es im Zuge der jüngeren Vorgänger bereits möglich war, sich ohne Ladezeiten in größeren Schauplätzen auszutoben, sorgte die Kombination aus missionsbasiertem Spielprinzip und separatem Hauptquartier nach wie vor für eine Spielerfahrung, die von regelmäßigen Unterbrechungen beherrscht war. Wilds geht den konsequenten nächsten Evolutionsschritt, indem es seine Welt verbindet und am Questsystem feilt, ohne das altbewährte Spielgefühl zu beeinträchtigen.
Keine Sorge: Euch erwartet keine typische Open World. Die Welt von Monster Hunter Wilds ist vielmehr so aufgebaut, wie Ihr es von der Serie gewohnt seid. Ihr erkundet im Spielverlauf weitläufige – und reichlich hübsche – Gebiete, die nun jedoch nahtlos ineinander übergehen und via Reitvogel ohne (bemerkbare) Ladezeiten bereist werden können. Das zentrale Hauptquartier verabschiedet sich derweil zugunsten von diversen Basislagern, die fest in den verschiedenen Gefilden der Welt verankert sind. Eine wachsende Zahl an provisorischen Lagern erweitert Eure Möglichkeiten, Euch zwischen den Jagdausflügen frisch zu machen. Euch steht es zwar weiterhin offen, aus einer Liste von Aufgaben zu wählen und Euch gleich zum Ort des Geschehens transportieren zu lassen. Wilds ermöglicht es Euch aber erstmals auch, einfach draufloszureiten, die Welt ohne Zeitdruck zu erkunden und frei umherlaufende Biester nach Gusto ins Visier zu nehmen. Ein Umstand, der – gerade nach Abschluss der Hauptgeschichte – für eine deutlich dynamischere Spielerfahrung sorgt.
Alles schön und gut, aber wie steht es um den wichtigsten Spielaspekt, die Monsterjagd? Tja, die ist wieder mal ein gewaltiger Spaß! Wilds lockt mit einer bunten, umfangreichen Riege an Monstern, die sowohl altbekannte Bestien und unverzichtbare Promi-Monster als auch spannende Neuzugänge umfasst. Ob Ihr solo, online mit Jagdfreunden oder mit CPU-gesteuerten Gilden-Kollegen loszieht: Als Serienfan fühlt Ihr Euch gleich zu Hause, wenn Ihr mit geschliffener Klinge und gefülltem Werkzeugbeutel auf Eure Beute losstürmt.









Vor ein paar Tagen habe ich mir die PS5-Version von “Monster Hunter Wilds” dann doch gekauft, nachdem mir die Beta vor dem Release gar nicht gefiel (“Ultimate 4” und “World” habe ich regelrecht verschlungen und geliebt).
Bin jetzt knapp über 10 Stunden im Geschehen und leicht schockiert, wie dieses Spiel eine bessere Wertung als “World” einheimsen konnte. (Ein Freund scherzt schon, da sei doch “Geld geflossen” bei der Beurteilung.)
Die Grafik ist sowas von hässlich auf meiner PS5 Pro, ich habe schon an allen möglichen Einstellungen herumgedoktort, es bleibt ein blasser Matsch mit völlig uneinheitlichen Texturen, von hochaufgelöst bis PlayStation 2-Qualität. Was für ein Unfall, wie hässlich dieses Spiel aussieht. Und ihr vergebt eine Grafiknote 9 von 10? 6 von 10 trifft es wohl eher, nach allem, was ich bisher sehen durfte.
Auch der Spielablauf begeistert mich nicht, vor allem die langweilige und aufgezwungene Geschichte mit den unsäglich schlecht geschriebenen Dialogen und Zwischensequenzen und durch die Bank weg unsympathischen Charakteren zerstört mit komplett die Lust auf dieses Abenteuer.
Dass jetzt auch die Felynen reden, passt immerhin zum katastrophalen Gesamtbild. Wollte man hier etwa mutwillig die Marke beschädigen?
Dass in den Kämpfen einige Hitboxen viel zu groß geraten sind (ich stehe hinter dem Monster und eine Attacke des Viehs nach vorne reißt und verletzt mich mit!?) passt leider ebenfalls zum traurigen Gesamtbild.
Ich konnte das alles wirklich nicht glauben und habe gestern nach einer Session mit “Wilds” mal wieder “World” angemacht und mir kamen ja fast die Tränen, als ich sah, wie viel besser und schöner das acht Jahre alte Spiel im Vergleich aussieht! Selbst die Menüs sind ansehnlicher und übersichtlicher. Und diese schöne Musik in “Monster Hunter World”, ja, so muss ein “Monster Hunter” klingen, pompös und verspielt mit berauschenden Orchesterklängen und nicht diese generische Westernmusik, die im Lager von “Wilds” dudelt.
Ach, ist das alles traurig!
Ein bisschen werde ich es noch spielen und ihm eine Chance geben, aber selbst das uralte “Freedom Unite”, das ich momentan im Emulator auf meinem Gaming-Smartphone spiele, besitzt mehr Stil, Klasse, Schönheit und motivierende Elemente, als dieser letzte und völlig orientierungslose Aufguss einer ehemals unverwüstlich guten Spielereihe.
Mensch, “Monster Hunter”, was haben die dir nur angetan?
Hier nun meine Wertung nach den ersten traurigen Spielstunden:
Singleplayer 6/10
Multiplayer 7/10
Grafik 6/10
Sound 6/10
Gesamt: 60 %
Der Test hat mich doch final überzeugt. Gekauft auch ohne Sale. 🤗
Ich bin etwas spät auf der Party und spiele gerade World und Rise. Aber im Sale werde ich bestimmt zuschlagen.
Und die Reise geht scheinbar aktuell Richtung „breite Masse“, Hardcore Fans meckern schon. 😉