Monster Hunter Wilds – im Test (PS5)

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Meinung

Kevin Pinhao meint: Nachdem ich bereits unzählige Stunden in World und Rise gesteckt habe, war meine Vorfreude auf Capcoms neueste Monsterhatz groß. Das Potenzial zum großen Wurf war schon im Zuge unserer Hands-on-Session auf der letztjährigen gamescom ersichtlich. Nach diversen schlaflosen, aber ebenso reichlich unterhaltsamen Nächten vor dem Bildschirm kann ich nun überzeugt sagen: Der große Wurf ist gelungen. Getreu dem Motto ”Evolution statt Revolution” erfindet Monster Hunter Wilds das Serienrad nicht neu. Es entwickelt aber zahlreiche Systeme sinnvoll weiter, dreht gekonnt an den richtigen Stellschrauben und verwöhnt mit diversen cleveren Quality-of-Life-Entscheidungen, einer beeindruckenden Art Direction sowie einer hervorragenden audiovisuellen Präsentation. Das dürfte Wilds den Spitzenplatz als Serienliebling auf den Listen zahlreicher Veteranen sichern, während der Titel ebenso einen fantastischen Einstiegspunkt für Nachwuchsjäger markiert.

Thomas Nickel meint: In Sachen Schauwerte ist Monster Hunter Wilds hochgradig spektakulär. Die Welt, die Kreaturen, das Wetter und vor allem die Art, wie das alles zusammenspielt, muss man erlebt haben. Noch dazu spielt sich gerade die üppigst inszenierte Geschichte fluffig-flüssig weg. Aber an dieser Stelle gerät Monster Hunter dann auch ein wenig in Konflikt mit sich selbst. Capcom hat hart daran gearbeitet, potenzielle Reibungspunkte sorgfältig zu schleifen. Ein Unterfangen, das fast durch die Bank geglückt ist, gerade auch weil viel neuer Komfort recht optional ist. Und doch treffen hier große Triple-A-Ambitionen auf ein Konzept, das eigentlich stets durch Konzentration auf komplex verzahnte Systeme und ein simples ”Hau den Lurch durch!”-Prinzip bestach. Will sagen: Wer schon eine Zillion Stunden in die frühen Serienteile gesteckt hat, der fragt sich, wohin die Monster-Reise in Zukunft gehen soll – und hat gleichzeitig aber auch wahnsinnig viel Spaß mit den neuen Biomen und ihren wundervollen Monstern.

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Keymaster
18. September 2026 16:15

Vor ein paar Tagen habe ich mir die PS5-Version von “Monster Hunter Wilds” dann doch gekauft, nachdem mir die Beta vor dem Release gar nicht gefiel (“Ultimate 4” und “World” habe ich regelrecht verschlungen und geliebt).
Bin jetzt knapp über 10 Stunden im Geschehen und leicht schockiert, wie dieses Spiel eine bessere Wertung als “World” einheimsen konnte. (Ein Freund scherzt schon, da sei doch “Geld geflossen” bei der Beurteilung.)
Die Grafik ist sowas von hässlich auf meiner PS5 Pro, ich habe schon an allen möglichen Einstellungen herumgedoktort, es bleibt ein blasser Matsch mit völlig uneinheitlichen Texturen, von hochaufgelöst bis PlayStation 2-Qualität. Was für ein Unfall, wie hässlich dieses Spiel aussieht. Und ihr vergebt eine Grafiknote 9 von 10? 6 von 10 trifft es wohl eher, nach allem, was ich bisher sehen durfte.
Auch der Spielablauf begeistert mich nicht, vor allem die langweilige und aufgezwungene Geschichte mit den unsäglich schlecht geschriebenen Dialogen und Zwischensequenzen und durch die Bank weg unsympathischen Charakteren zerstört mit komplett die Lust auf dieses Abenteuer.
Dass jetzt auch die Felynen reden, passt immerhin zum katastrophalen Gesamtbild. Wollte man hier etwa mutwillig die Marke beschädigen?
Dass in den Kämpfen einige Hitboxen viel zu groß geraten sind (ich stehe hinter dem Monster und eine Attacke des Viehs nach vorne reißt und verletzt mich mit!?) passt leider ebenfalls zum traurigen Gesamtbild.
Ich konnte das alles wirklich nicht glauben und habe gestern nach einer Session mit “Wilds” mal wieder “World” angemacht und mir kamen ja fast die Tränen, als ich sah, wie viel besser und schöner das acht Jahre alte Spiel im Vergleich aussieht! Selbst die Menüs sind ansehnlicher und übersichtlicher. Und diese schöne Musik in “Monster Hunter World”, ja, so muss ein “Monster Hunter” klingen, pompös und verspielt mit berauschenden Orchesterklängen und nicht diese generische Westernmusik, die im Lager von “Wilds” dudelt.
Ach, ist das alles traurig!
Ein bisschen werde ich es noch spielen und ihm eine Chance geben, aber selbst das uralte “Freedom Unite”, das ich momentan im Emulator auf meinem Gaming-Smartphone spiele, besitzt mehr Stil, Klasse, Schönheit und motivierende Elemente, als dieser letzte und völlig orientierungslose Aufguss einer ehemals unverwüstlich guten Spielereihe.
Mensch, “Monster Hunter”, was haben die dir nur angetan?

Hier nun meine Wertung nach den ersten traurigen Spielstunden:

Singleplayer 6/10
Multiplayer 7/10
Grafik 6/10
Sound 6/10
Gesamt: 60 %

Illstar
26. Mai 2025 6:39

Der Test hat mich doch final überzeugt. Gekauft auch ohne Sale. 🤗

Illstar
24. Mai 2025 20:38

Ich bin etwas spät auf der Party und spiele gerade World und Rise. Aber im Sale werde ich bestimmt zuschlagen.
Und die Reise geht scheinbar aktuell Richtung „breite Masse“, Hardcore Fans meckern schon. 😉