Mortal Shell II – im Test (PS5)

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Jeder der gefallenen Krieger bringt eigene Fähigkeiten mit. In Kombination mit den Buffs spezieller Siegel und Tarsteine, die wir unterwegs zuhauf finden (und ebenfalls aufleveln können), ermöglicht uns das entweder eine Spezialisierung auf einen ganz eigenen Spielstil oder die Möglichkeit, mehrere Builds zur Auswahl zu haben, die wir je nach Situation einsetzen. Wichtig beim Aufleveln der Waffen, Siegel, Tarsteine und Hüllen ist jedoch, dass es im Spiel nur eine begrenzte Anzahl der dafür nötigen Ressourcen gibt. Alles auf das Maximum zu bringen, ist daher nicht möglich.

Als Ressource zum Aufleveln unseres Vorboten dient Düster­essenz, die ähnlich wie Seelen in vergleichbaren Spielen funktioniert. Wenn wir den Löffel abgeben, können wir gesammelte Düsternis am Ort des Ablebens aufsammeln. Nach einem Bildschirmtod starten wir am letzten besuchten Quell der Wiederkehr. Diese Quellen sind über die Karte verteilt und stellen Verbindungspunkte zur Muther dar, an denen wir unsere Gesundheit auffüllen, aufleveln, die Hülle wechseln oder eine Schnellreise zu anderen Quellen sowie zur Markfeste antreten. Jede dieser Quellen beherbergt zudem einen Dungeon, an dessen Ende wir Muther-Eier finden, die wir zum Sammelraum in der Markfeste schicken.

Der Schwierigkeitsgrad von Mortal Shell II ist, wenig überraschend für ein Soulslike, ordentlich und kratzt gelegentlich an der Grenze zur Unfairness. Selbst wenn man die Kampfmechanik mit perfekten Blocks und Paraden verinnerlicht hat, gibt es genügend Stellen, an denen man zunächst verzweifelt. Sterben gehört hier zum normalen Spielerlebnis. Dabei muss das nicht unbedingt an der zweifellos hohen Härte der Gegner liegen – auch eine Felsklippe kann sich als fatal erweisen, denn das Spiel hat eine nahezu perverse Vorliebe dafür, uns etwa mitten im Kampf einen Schritt zu viel machen und in die Tiefe stürzen zu lassen. Einstellbare Schwierigkeitsgrade gibt es erwartungsgemäß nicht, doch die Entwickler haben zwei Gegenstände versteckt, die das Spiel deutlich vereinfachen beziehungsweise für Unerschrockene sogar noch erschweren.

Technisch ist Mortal Shell II ein zweischneidiges Schwert. Das Design der auf der Unreal Engine 5 basierenden Dark-Fantasy-Welt ist ansprechend und dank thematisch unterschiedlicher Gebiete auch einigermaßen abwechslungsreich. Die PS5 kommt dabei, egal ob im Leistungs- oder Qualitätsmodus, immer wieder mal ziemlich ins Stocken. Selbst auf der PS5 Pro läuft das Spiel nicht so flüssig, wie man es erwarten würde. Während unserer Test­phase traten zudem einige Bugs auf, darunter sogar ­Spielabstürze. Die Entwickler arbeiten jedoch eifrig an Patches.

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joia
26. Oktober 2026 15:05

ja, die Optimierungslücken sind mittlerweile geschlossen und irgendwann werd ich mein Ng+ fortsetzen. Teil 1 finde ich aus Stimmungsgründen einen Tick origineller, aber die Wucht, die hier bei Teil 2 in Kämpfen freigesetzt wird, ist bisher wie ich finde ziemlich unerreicht – schnell und fantastisch hart – da habe ich mich öfter im Kampfrausch wieder gefunden, als bei so gut wie allen sonstigen Soulslike inklusive “den” Soulsgames – außer Sekiro. Sekiro kommt in einigen Bereichen an die Wucht und Geschwindigkeit von Mortal Shell 2 ran.