
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Need for Speed konnte nichts Besseres passieren, als aus den Fängen seiner bisherigen Macher befreit zu werden. Das Konzept des neuen Teils weicht so drastisch von den Vorgängern ab, dass sich mancher Serienfan verprellt fühlen dürfte. Doch wer nichts gegen etwas Anspruch bei seinen Rennspielen hat, erlebt sein blaues Wunder – im positiven Sinn. SHIFT setzt auf Realismus, ohne darüber den Fahrspaß zu vergessen oder Einsteiger zu vernachlässigen. Das Autosortiment bietet für alle Geschmäcker etwas, auch die Streckenauswahl passt: Im Gegensatz zu Matthias gefallen mir die Fantasiestrecken nicht weniger gut als die echten Kurse. Eingebettet ist das Ganze in eine motivierend gestaltete Karriere und eine sehenswerte Grafik, die nur ausgesprochen selten von kleinen Rucklern gestört wird. Abgesehen von den langen Ladezeiten ist SHIFT ein starkes Rennsport-Paket.
Matthias Schmid meint: Ich bin mir nicht sicher, ob die neue, realistische Ausrichtung der Serie eine gute Entscheidung ist: Brauche ich noch einen simulationslastigen Raser auf echten Rennstrecken? Klar sind auch Fantasiekurse dabei, die fallen mir aber teils zu bieder aus. Ein Lob dagegen für die grafische Inszenierung der Originalpisten – Spa z.B. sah noch nie so gut aus. Ein Rennspieltraum, in der famosen Cockpitsicht mit Tempo 300 durch die Eau Rouge zu brettern und die Bodenwellen zu fühlen. Das anspruchsvolle Fahrverhalten ist ohnehin gelungen, lediglich die Bremshilfe kommt mir auf ’schwach’ schon zu stark vor. Zum Schluss noch ein Tipp an die Entwickler: Macht die ’Quick Races’ von Anfang an verfügbar! Wenn ich bei einem Kumpel bin und ihm die tolle Optik zeigen möchte, will ich nicht zuerst 15 Minuten Karriere-Modus absolvieren…
Oliver Schultes meint: Mal ehrlich: Wer braucht in einem Rennspiel schon holprige Schauspieler und prollige ”Pimp my Ride”-Attitüde? Die simulationslastige Neuausrichtung trifft dagegen genau meinen Geschmack: Shift eroberte mit einem hervorragenden Fahrgefühl (vor allem aus der dynamischen Cockpit-Perspektive) mein Raserherz im Sturm. Die Grafik ist ansehnlich, die Motorensounds sind überzeugend und die Gegner bissig genug, um zu motivieren. Verbesserungswürdig finde ich hingegen die vielen Menüs mit ihrem Info-Overkill.
Philip Ulc meint: Der populäre Name Need for Speed wird genutzt, um eine Rennsimulation zu pushen, die radikal alles anders macht, wofür die Serie einst stand: keine Story, keine Schauspieler, keine aufgemotzten Luxusschlitten und keine Landstraßen oder städtischen Highways. So opulent der Rennzirkus in Szene gesetzt ist und so toll sich die Boliden steuern, für mich rast der SHIFT-Ausflug an der Zielgruppe vorbei – auch wenn die letzten NfS-Episoden meilenweit von einem guten Rennspiel entfernt waren, wie SHIFT eines ist.











Mensch, was habe ich da an Stunden investiert. Ein so geniales Rennspiel, mit massig Umfang, tollem Fahrgefühl, einfach spitzenklasse.
Das war tatsächlich das einzige NfS bis heute was ich wirklich mag
Need for Speed: Shift ist und war mein erstes Rennspiel der Reihe. Da hat Slighty Mad Studios den nerv getroffen.