NEO: The World Ends with You – im Test (PS4 / Switch)

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Meinung

Ulrich Steppberger meint: Im Gegensatz zu Thomas habe ich das erste TWEwY nicht gespielt, bin also quasi ”unbelastet” an NEO herangegangen und finde: Das funktioniert ohne unüberwindbare Verständnishürden und Vorkenntnisse – die nicht gerade unkomplizierte Story kapiert man trotzdem. Gelockt haben mich aber vor allem die interessant in Szene gesetzten Kulissen und die krawalligen Gefechte: Die fallen zwar immer wieder mal chaotischer aus, als es vielleicht notwendig wäre, verknüpfen aber Knöpfchenhämmern klug mit viel Tiefgang. Einfach nur Draufhauen reicht für kleinere Gegner, aber spätestens bei den Bossen lohnt es sich, eine durchdachte Pin-Kombination einzusetzen. NEO hat mich bis zum Finale motiviert, auch wenn der Weg dahin manchmal stockt: Hier und da wird arg viel gefaselt und einige Missionen ziehen sich in die Länge – aber insgesamt war es ein cooles Erlebnis.

Thomas Nickel meint: Die Stimmung ist fantastisch – Shibuya sieht großartig aus, das Design der Figuren ist super und der Soundtrack wieder ein absolutes Brett. Aber inhaltlich wirkt sich der ”Tetsuya-Nomura-Faktor” wieder aus. So sind Kenntnisse des Erstlings und auch des Sekundärmaterials alles andere als verkehrt. Und es fühlt sich ein wenig an, als wären hier zwei separate Spiele kollidiert: NEO möchte einerseits die Geschichte von Neku & Co. weiter­erzählen, aber da sind eben auch Rindo und seine sympathische Truppe – die kommen in der zweiten Hälfte des Spiels etwas zu kurz. Allerdings ist das Kritik auf hohen Niveau. Das neue The World Ends With You ist ein würdiger Nachfolger des DS-Geheimtipps und hinter der poppig-bunten Fassade verbirgt sich eine eigentlich sehr menschlich-persönliche Geschichte.

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27. September 2021 14:03

Gefällt mir aufgrund der verbesserten Steuerung sogar noch besser als der Erstling.