Oreshika: Tainted Bloodlines – im Test (PSV)

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Die drei legendären Schätze Japans wurden gestohlen, und daran gibt man Eurem Clan die Schuld – immerhin oblag Euch deren Schutz! Die Verfehlung hat schmerzhafte Konsequenzen: Ihr und Eure ganze Sippschaft werdet einen Kopf kürzer gemacht. Doch noch gibt es Hoffnung: Eine schnippische Göttin holt die Totenschädel in einem unheimlichen Ritual ins Leben zurück und gibt dem Clan die Möglichkeit, Rache zu nehmen und die Schätze wiederzubeschaffen. Allerdings habt Ihr zwei Flüche am Hals: Länger als zwei Jahre wird niemand von Eurer Sippe leben und Fortpflanzung ist nur mit Göttern oder Mitgliedern anderer verfluchter Clans möglich. Daher gilt es, die neun Labyrinthe des Landes nach den Schätzen zu durchsuchen, den Dieb zur Rechenschaft zu ziehen und darauf zu achten, dass Eure Blutlinie nicht ausstirbt. Oreshika verbindet auf interessante Art und Weise rundenbasierte Kämpfe, ausgiebige Dungeon-Erforschung und Clan-Management. Das alles läuft unter Zeitdruck ab: Die meisten Aktionen kosten einen ganzen Monat und treibt Ihr Euch zu lange im Dungeon herum, können auch mal zwei daraus werden. Die Zeit braucht Ihr allerdings: Nur wenn Ihr genügend Ruhm sammelt, klappt es auch mit der Fortpflanzung und dem Weiterbestehen Eures Clans. Das ist gerade am Anfang eine ganze Menge Stoff, der verstanden werden will. Doch damit Ihr von all den Funktionen und Möglichkeiten nicht gleich zu Beginn überfahren werdet, steht Euch zum Glück eine kluge Helferin zur Seite: Wieseldame Kochin nimmt auf Wunsch eine Menge Feinarbeit und Planung ab, mit der Zeit könnt Ihr dann aber auch mehr und mehr Entscheidungen selbst treffen.

Thomas Nickel meint: Bereits der Vorspann von Oreshika fährt ebenso schwere wie atmosphärische Geschütze auf – da überrascht es schon, dass die düstere Stimmung immer wieder umschlägt. Wenn Kochin Euren Gegner als Drecksack bezeichnet, mag das zunächst irritieren, aber der wilde Mix aus Emotionen, Spielelementen und Mechaniken hat System: Oreshika ist kein geradliniges J-RPG im Stil eines Dragon Quest. Die Präsentation wirkt ausgesprochen liebevoll, nur die hüftsteife Laufanimation in den Dungeons will nicht so gefallen. Ein großes Lob bekommt das Kampfsystem: Das ist taktisch, schnell verstanden, bietet immer neue Herausforderungen und kontrolliert sich butterweich. Das exotische Oreshika sei also Freunden ungewöhnlicher RPG-Ansätze wärmstens ans Herz gelegt.

Atmosphärisch und liebevoll präsentiertes Japan-Rollenspiel mit ungewöhnlichen Ansätzen.

Singleplayer8
Multiplayer
Grafik
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HASaldi404
6. Juni 2015 3:02

Ah, das hört sich schon viel besser an, Danke für die Info.Sollte man im Test vielleicht mal anders formulieren, Zeitdruck klingt nach Stress.

Kiskeru
4. Juni 2015 15:13

Das hat eigentlich wenig mit zeitlimit zu tun. Die Figuren sterben nach Ca 2 Jahren. Bis dahin sollten sie 2-3 Kinder bekommen haben. Du kannst so viel Zeit vertrödeln wie du willst. Die Kinder sind durch den Ausflug in die dungeons stärker als die Eltern. Das zeitlimit ist nur da um Ereignisse in der Story zu bestimmen. So tauchen bösse z.b. nur in bestimmten Monaten eines Jahres auf. Da du aber unbegrenzt viele Jahre hast, ist’s egal in welchem Jahr Du den Boss angehst.

HASaldi404
4. Juni 2015 14:25

Warum denn schon wieder Zeitlimits? Buuuuuhhh!!!!