
Meinung
Oliver Schultes meint: Meine hohen Erwartungen wurden nicht erfüllt: Verwirrende Levelkonstruktionen, die mit blinkenden Richtungspfeilen entschärft werden mussten, nicht gerade inspiriert designte Missionen und dröge Bosskämpfe – zu allem Überfluss wirkt Perfect Dark Zero an vielen Stellen ziemlich unfertig. Da erwachen beispielsweise erledigte Gegner zu neuem ‘Leben’, weil die Kollisionsabfrage verrückt spielt. Auch geht Heldin Joanna auf Knopfdruck brav in Deckung, aber mit teils unglaublichen Folgen: So stellt sie sich mitunter an die falsche Seite einer Kiste und damit genau in das Sichtfeld der Widersacher. Was die Ego-Knallerei dann doch noch annehmbar macht, sind die tadellose Steuerung, die großteils schöne Optik (auch wenn der Comic-Touch nicht jedermann behagt) und der ausladende Mehrspieler-Part. Was in puncto Multiplayer-Spaß und -Vielfalt abgeht, kann sich mit Highlights wie Halo 2 locker messen. Wer sich gerne mit anderen Leuten am Bildschirm bekriegt, muss hier Probe spielen. Dennoch: Für mich ist PDZ ein klarer Fall von zu viel gewollt und zu wenig Zeit.
Matthias Schmid meint: Enttäuscht wäre noch untertrieben! Klar, die Engländer liefern mit PDZ einen soliden Shooter ab, scheitern jedoch am Ziel ‘System-Seller’. Dass atemberaubende Textur-Leckerbissen mit Tearing und (vor allem im Coop-Modus) Rucklern bezahlt werden, würde ich Joanna der schicken Nachladeanimationen wegen verzeihen. Dümmliche KI-Gegner, ein unglückliches Waffen-Aufsammel-System sowie verwirrendes Leveldesign haben in einer Rare-Ballerei aber nichts verloren. Selbst wenn Ihr Euch geschickt anstellt, werdet Ihr ständig getroffen. Eine nicht vorhandene Spannungskurve während der Missionen sorgt zudem für Verdruss. Schließlich nerven mies ausbalancierte Schwierigkeitsgrade (supersimpel oder knallhart) sowie erschreckend uninspirierte Bossfights.









Mir hat das Game damals im Multiplayer ziemlich Spaß gemacht! Fand das gar nicht soo schlecht, wie die Bewertungen ausgefallen sind. Aber ja, es war bei weitem nicht so gut wie Perfect Dark auf dem N64.
@Eydrian
Super Metroid ist easy-peasy, man hat ja 3 Stunden Zeit und % ist Wurscht. Fusion ist da schon haerter fuers beste Ende – 2 Stunden und 100% sind notwendig.
Vorher besorge ich mir besser einen Goldfisch, der mir das vorspielt.
Und wenn Du es ganz Hardcore willst, bind Dir die Augen zu und die Hände auf den Rücken und spiel es dann mit den Füßen, ohne einen Schuss abzugeben! 😉
Versuch dich man im Koop alleine auf Dark Agent, wo du dann das Pad in bestimmten Situationen schnell wechseln musst (Rooftops Escape u.a.). Das Spiel gewinnt dadurch eine weitere Facette. 😀
Fand das Spiel auf normal schon mega-ätzend und will gar nicht wissen, wie es dann auf höheren Schwierigkeitsgraden ist…
Hab mich dann auf leicht durchgequält und es seitdem nie wieder angefasst.
@Revan
Was durchspielen heisst, muss ja jeder fuer sich persoenlich entscheiden. Manche Spiele machen halt nicht Bock genug, um sie aufm hoechsten Schwierigkeitgrad durchzuspielen und die Zeit zu investieren, auch wenn man auf “normal” ne gute Zeit hatte. Bei geilen Games siehts dann anders aus. Fuer mich ist z.B. ein Metroid erst durchgespielt, wenn ich das beste Ende ohne Guide gesehen habe, andere sind zufrieden, den Boss besiegt zu haben. Voellig OK.
@Kratos:
“Durchgespielt” hast du PDZ erst, wenn du es auf “Dark Agent” (“sehr schwer”) absolviert hast – das macht richtig Laune 😁
Hab ich letztes Jahr im GP durchgespielt… Fand ich ganz geil. Der Vorgänger war mir aber zu Retro. Mit dem Leveldesign kam ich überhaupt nicht klar.
Am meisten geschockt hatte mich damals, dass die Challenges aus dem Vorgänger wegrationalisiert wurden und es im Grunde nur 6 Multiplayer-Maps gab 🙈
Auch das Level-Design war irgendwie “zäher” als beim legendären N64-Original.
Trotzdem war mir dieses 360-Rare deutlich sympathischer als das darauffolgende Kinect- bzw Sea of Thieves-Rare von heute :'(
So groß erhofft und am Ende ufff….