
Meinung
Tobias Hildesheim meint: Es tut mir in der Seele weh, aber bisher werde ich mit der neuen PES-Version nicht warm. Sicher, die Offensive funktioniert besser denn je und ich klage nur noch selten über die Aktionen meiner Mitspieler. Der Knackpunkt: Über Jahre hinweg habe ich mir eine defensive Spielweise mit schnellen Kontern angewöhnt, doch gerade in der Abwehr fühlt sich das Spiel zu schwammig an. In den nächsten Monaten wird die Redaktionstabelle zeigen, ob ich den Umgang mit dem neuen System noch lerne. Dafür sind die Meisterliga und der ’Be a Legend’-Modus jetzt schöner und vermitteln durch die vielen Sequenzen ein Mittendrin-Gefühl – für mich herrscht wieder Suchtgefahr! Warum man allerdings die originalen Kader für die Meisterliga erst freischalten muss, bleibt mir ein Rätsel.
Matthias Schmid meint: Ob wohl irgendwann ein PES-Jahrgang kommt, bei dem ich nicht nach zehn Minuten entnervt die Menümusik stumm schalte? Wohl nicht! Doch diese kleine Meckerei soll nicht von der eigentlichen Besprechung dieses Fußballspiels ablenken. Nach einem Seufzer, weil die eigentlich lizenzierte Champions League in PES 2012 ohne den deutschen Meister BVB stattfindet, freue ich mich über das neue, freie Standardsituationssystem, bei dem ich die Pille zum Sportler meiner Wahl spielen darf. Außerdem trainiere ich hart, damit ich das ohnehin schon klügere Freilaufen der Kollegen weiter verbessere – einen zweiten Spieler punktgenau in Lücken zu schicken, erfordert doppeltes Hirnschmalz, eröffnet dafür ganz neue Offensiv-Optionen. Wie Tobias schmeckt aber auch mir das schwächere X-Tasten-Stochern in der Verteidigung so gar nicht, besonders die KI führt mich alten PES-Hasen regelmäßig vor. Auch das Interface für die Taktikeinstellungen hat Konami mal wieder verbockt.










