Project Zero – im Klassik-Test (PS2)

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Ein paar Worte der Auf­klä­rung vorweg: Bei Project Zero handelt es sich um kein völlig neues Spiel. Viel­mehr begeisterte die stimmungsvolle Geisterhausexpedition als Rei Zero bereits vor gut einem halben Jahr nervenstarke Japaner, Monate später sorgte Tecmos Schauermär als Fatal Frame in den Vereinigten Staaten für schweiß­nasse Händchen am Joypad. Hierzulande will Publisher Wanadoo PS2-Fans das Fürchten lehren – erneut unter anderem Namen, aber mit gleichem, spannungsgeladenem Inhalt.

Wer nun allerdings beim Stichwort ‘Horror’ auf den Genre-typischen Resi­dent Evil-Abklatsch spekuliert, sei eines Besseren belehrt: Kein bluttriefendes Zombiegemetzel, sondern pazifistischer Exorzismus stehen auf dem Programm: Schließlich handelt es sich bei Project Zero-Heldin Miku ja auch nicht um eine kampf­erprobte Amazone. Auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder begibt sich das schnuckelige Schulmädchen in den Schlund der Hölle – ein verlassenes, japanisches Landhaus. Seit Jahren kursieren schauerliche Gerüchte, dass grauenhafte Rituale und ruhelose Geister in dem einstigen Prachtbau eine Heimat gefunden hätten. Viele wagemutige Recken machten sich bereits auf, das dunkle Geheimnis des Spuk­hauses zu lüften – als letzter fiel Mikus Brüderchen Mafuyu den ruhelosen See­len zum Opfer. Nur mit einer Tasch­en­lampe sowie einem magischen Foto­appa­rat bewaffnet startet Ihr die Rettungs­aktion.

Und das verfluchte Anwesen hat es wahrlich in sich: Während Eure Heldin durch die spärlich ausgeleuchteten Flure, menschenleeren Zimmer und groß­zü­gigen Außenanlagen des Herrenhauses schleicht, muss Euer Nervenkostüm nicht nur mit der morbiden Soundkulisse aus Klangfragmenten und schrägen Me­lodie­schnipseln fertig werden. Vielmehr stellen die untoten Bewohner Euer größtes Problem dar. Wenn die Indika­tor­lampe Eures Knipsers aufleuchtet, heißt es vorsichtig sein – ein bösartiges Lakenwesen befindet sich in der Nähe. Auf Knopfdruck blickt Ihr nun in Ego­perspektive durch den Sucher des Foto­parats und haltet nach dem unfreundlichen Transzendentalschurken Ausschau. Befindet sich das Biest im Fokus, drückt Ihr den Auslöser. Je exakter Ihr den Angreifer ‘getroffen’ habt, desto mehr Energie wird Eurem Widersacher abgezogen. Einmal exorziert, werden Eurer Ka­mera Erfahrungspunkte gutgeschrieben, die Ihr nach und nach in erweiterte Funktionen wie größeren Fokus oder kurzzeitige Geisterlähmung eintauscht. Doch nicht nur zur Untoten-Jagd ist der kuriose Knipser zu gebrauchen: Sucht Ihr mit dem altmodischen Kasten die Um­gebung ab, entdeckt Ihr oftmals verschlüsselte Lösungshinweise für die Genre-üblichen Grübeleinlagen.

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