Quartet – im Test (Switch)

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Die Helden seht Ihr im Gefecht von hinten, Gegner und Monster schauen Euch derweil frontal an. Wer klug auf Element- und ­andere Schwächen achtet und diese ausnutzt, macht sich das Leben leichter. Ebenso ist der kluge Einsatz von Buffs und Debuffs ein zentraler Aspekt der Kämpfe – im Gegensatz zu vielen 16-Bit-Abenteuern wirken sie hier tatsächlich ziemlich verlässlich und können massive Auswirkungen auf den Kampfverlauf haben.

Es ist auch nicht nötig, dass Ihr ständig mit Eurem magischen Potenzial knausert: Nach jeder Aktion lädt sich Euer Magievorrat wieder um ein paar Prozent auf. Das passiert auch, wenn Ihr eine Figur für ein paar Kampfrunden auf die Ersatzbank schickt. Da nur vier Eurer acht Helden gleichzeitig kämpfen, können sich die anderen derweil in der zweiten Reihe ­regenerieren. Netterweise dürft Ihr eine aktive Figur jederzeit auswechseln, ohne dabei eine Kampfrunde zu verlieren. Nach dem ­Gefecht kassieren zudem alle Gruppenmitglieder die gleiche Menge Erfahrungspunkte. Ihr müsst also keine Angst haben, dass inaktive Helden ins Hintertreffen geraten.

Eure Charakterwerte steigert Ihr klassisch durch Stufenaufstiege und neue Ausrüstung. Auf Fähigkeitenbäume oder andere komplexe Skill-Systeme wird dagegen verzichtet – neue Angriffe und Magie erlernt Ihr durch das Erreichen neuer Charakterstufen. Diese eingängigen Mechaniken ergänzt Quartet durch eine exzellent geschriebene Geschichte, die vor schweren Themen wie Faschismus, Rassismus und Kriegsverbrechen nicht zurückschreckt und diese Materie dann auch sehr angemessen behandelt. Vor allem aber die Charaktere halten Euch gekonnt bei der Stange: Ihr wollt unbedingt wissen, wie es mit dem gutherzigen, aber ungehobelten Ben, dem anfangs zögerlichen ­Nikolai oder der ebenso beherrschten wie energischen ­Cordelia weitergeht. Und welches andere Rollenspiel stellt Euch schon ein cleveres und schlagfertiges Nilpferd – Verzeihung, ­Euruphant! – wie Alex’ Begleiterin Juna zur Seite?

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