R-Type Tactics I • II Cosmos – im Test (PS5)

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Screenshot von R-Type Tactics I • II Cosmos
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Schon in den 1980er- und 1990er-Jahren galt Irems R-Type als das komplexe Shoot’em-Up für Denker, Tüftler und Taktiker – im Gegensatz zu actionreicheren, schnelleren Laser-Spektakeln wie ­Konamis Gradius, Technosofts Thunder Force und natürlich den später dominierenden Bullet-Hell-Ballereien. Ob da tatsächlich etwas dran ist, darüber kann man freilich streiten. Fakt ist aber, dass mit R-Type Tactics 2007 eine rundenbasierte Strategie-Interpretation der Kult-Action exklusiv auf der PSP landete und schnelle Reaktionen nun nicht mehr gefragt waren. Hier ging es darum, den angreifenden Bydo-Horden mit kluger Planung, einer sinnvoll zusammengestellten Raumschiff-Flottille und intelligentem Ressourcen-Management Einhalt zu gebieten. Und 2009 erschien der Nachfolger mit dem großartigen Titel R-Type Tactics II: Operation Bitter Chocolate, aber nur noch in Japan.

Nun bringt Studio Granzella, das sich zu guten Teilen aus ehemaligen Irem-Leuten zusammensetzt, einen erweiterten Doppelpack mit grafisch und technisch komplett überarbeiteten Portierungen der beiden PSP-Spiele auf (fast) alle aktuellen Konsolen und als Bonus gibt es noch die neue Cosmos-Kampagne obendrauf. Wer sich jetzt aber darauf freut, direkt in diese oder das bisher Japan-exklusive Schoko-Sequel einzusteigen, der hat Pech: R-Type Tactics I • II Cosmos lässt Euch nur ganz von vorne mit dem ers­ten Teil beginnen. Narrativ mag das sinnvoll sein, in Sachen Spielkomfort ist die Entscheidung aber fragwürdig. Dieser steht hier auch sonst nicht allzu sehr im Zentrum: Wo moderne Portierungen klassischer Strategiespiele ­heute zahlreiche Hilfestellungen wie die Rücknahme von Zügen oder eine schnelle Savestate-Funktion bieten, gibt sich R-Type Tactics gnadenlos. Das kann dann auch gerne mal dazu führen, dass Ihr eine knifflige Mission nach einer dummen Fehlentscheidung gegen Ende noch einmal beginnen müsst.

Aber schon den Einstieg macht Euch das Spiel nicht einfach. Als das PSP-Original ­erschien, lag dem noch eine ­dicke Anleitung bei. 2026 gibt es so ­etwas natürlich nicht mehr, daher wurde dieser Aspekt komplett ins Spiel integriert. Aber leider nicht etwa in der Form von ein paar handlichen, spielbaren ­Tutorials: Ihr klickt Euch hier einfach durch Dutzende von Punkten und lest (hoffentlich) aufmerksam die Erklärungen – elegant geht anders. Und es gibt viel zu lernen: Wer beispielsweise vergisst, seine Force-Satelliten an seine Raumschiffe zu koppeln, der wird sich erst einmal über den zähen Spielfluss und die niedrigen Schadenswerte wundern…

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