
Meinung
Josef Erl meint: Ich hatte zugegeben nicht viel erwartet und nach den ersten paar Stunden schien ich auch recht zu behalten. Doch irgendwie hat es Teyon geschafft, mich mit seinem charmanten Oldschool-Shooter und kleinen Detektiv-Einlagen bei der Stange zu halten. Das Design mag simpel und die Story seicht sein, aber wer auf traditionelle Action und trashige 1980er-Filme mit übertriebener Gewaltdarstellung und trockenen Onelinern steht, wird hier gut unterhalten. Ich hatte jedenfalls bis zum Schluss meinen Spaß und konnte – wie bei der Filmvorlage – über die eine oder andere Unzulänglichkeit hinwegsehen.









“wer auf traditionelle Action und trashige 1980er-Filme mit übertriebener Gewaltdarstellung und trockenen Onelinern steht, wird hier gut unterhalten”
Der erste Film ist nicht trashig. Auch nach heutigen Maßstäben funktioniert die Satire ähnlich wie bei Starship Troopers (vom gleichen Regisseur) in Verbindung mit der bewusst überzeichneten Gewaltdarstellung, um Themen wie Polizeigewalt, Faschismus (Starship Troopers) aufzugreifen.
Tonal orientiert sich das Spiel eher an Robocop 2, der im Vergleich zu Teil 1 schon spürbar Federn lassen muss und sich tendenziell eher ins trashige einordnen lässt (Charaktere, Dialoge):
https://youtu.be/g5wu-APd8Lk
Mittlerweile unterstützt das Spiel DLSS für die “Xbox on PC”-Version (Play Anywhere), weshalb ich es auch derzeit spiele – sowohl CPU/GPU zeigen bei 1440p(DLSS Qualität)/60fps/Max-Setting nun gute Werte bei den Temperaturen auf meinem Notebook (50-60 Grad).
Von seiner Struktur erinnert das Spiel sehr an The Darkness (Mini-Hubs die Missionen einleiten, Interaktionen zulassen), was leider auch auf die Spielgeschwindigkeit zutrifft, die sich wie bei The Darkness äußerst zäh anfühlt. In den Missionen stört mich das nicht, aber in den Hubs, wo das Erkunden der Spielwelt stärker betont wird, ein eher leidiges Thema, auch wenn hier der titelgebende Held einen guten Grund dafür liefert, warum das der Fall ist.
Die Charaktermodelle lassen durchblicken, dass es keine AAA-Produktion ist, aber die Umgebungen sehen bisher ohne große Abstriche todschick aus. In dem aktuellen Zustand wäre eine höhere Grafikwertung sicherlich noch vertretbar gewesen.
Das Voice Acting ist ziemlich schwankend, teils lachhaft schlecht bei einigen Nebencharakteren (Sunblock-Typ in der Tankstelle in Who killed Casey Carmel).
Hab es mir vor ein paar Wochen im Xbox Store für 5,99€ statt 59,99€ gekauft, ist aber auch im Gamepass. Gefällt mir bisher ganz gut, auch wenn es spielerisch bisher sehr simpel ist.
Mir gefällt Robocop immer besser. Ich finde die Mischung aus Ballereinlagen, Levelerkundung, Gesprächen, der Detektiv-Arbeit, den ganzen Nebenmissionen und dem Auflevelsystem sehr gelungen. Die Story gefällt mir auch. Das Spiel sieht grafisch einfach fantastisch aus. Die Level sind schön abwechslungsreich gestaltet. Anscheinend wurde das Spiel auch fertig gepatcht. Es läuft jedenfalls rund bei mir.
Es kommt richtig Robocop-Stimmung auf. Hab direkt Bock mal wieder die Filme zu sehen. Ich bin zwar noch nicht durch, aber ich würde das Spiel aktuell auch eher im Bereich um die 80% sehen.
@ Maverick:
Gespielt habe ich 2023 genug. 😉
Aber persönliche Highlights müssen zumindest bei mir nicht automatisch immer irgendwelche (angeblichen) 90% Titel sein. Und für ein guilty pleasure ist RoboCop: Roque City nun wirklich zu gut.
Persönliches Highlight ? Dann musst du aber wenig gespielt haben ^^
Zum Spiel, ich fand es auch richtig gut, zur Hälfte ging dem Spiel irgendwie aber langsam die Luft aus. Wenig Abwechslung und shootermäßig hab ich auch schon besseres gespielt z.b. Prodeus.
Auf einen zweiten Teil würd ich mich aber auch freuen, oder von terminator resistance am besten als infiltrator einheit.
Mit der Wertung kann ich leben. Ich hätte nochmal 5 Prozent draufgeschlagen. Das Spiel war mein persönliches Highlight in 2023 und ich hoffe auf einen Nachfolger.
genau so – und den spass hatte ich auch. genug für einmal durchspielen.