
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Eines will ich bei Rock Band 3 ausdrücklich betonen: Auch im dritten Teil macht das virtuelle Musizieren so viel Spaß wie bisher – zumindest bei ’traditioneller’ Spielart. Der Versuch, mit Keyboard und Pro-Modus neue Facetten ins Genre einzubringen und Frischlingen den Weg zur ’echten’ Musik zu ebnen, ist teilweise zu ambitioniert. Die 102-Knöpfe-Gitarre entpuppt sich als Zwittergerät, das weder Einsteigern noch Könnern wirklich weiterhilft, das Keyboard macht nur dann richtig Laune, wenn Ihr schon damit umgehen könnt. Lediglich bei den Pro-Drums geht des Konzept auf. Davon abgesehen bin ich von der umgekrempelten Karriere enttäuscht: Setzten sich die beiden Vorgänger angenehm vom einfallsärmeren Guitar Hero-Rivalen ab, werdet Ihr nun von Hunderten Minizielen überrollt. Als ’Ausgleich’ fehlt eine klar erkennbare Struktur, das jetzige ’Macht was ihr wollt’-Prinzip ist nicht jedermanns Sache.










