RTL World League Soccer 2000 – im Klassik-Test (N64)

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Ein Spiel – vier Namen: Ob Michael Owen’s World League Soccer 99 (erschien nur in England), UEFA Champions League (beide Playstation), der kommende Dreamcast-Kick World­wide Soccer 2000 oder nun RTL World League Soccer 2000 – alle drei Titel basieren auf derselben Spielmechanik. Nachdem FIFA 2000 nicht auf dem N64 erscheint und die Referenz ISS erst im nächsten Jahr fortgesetzt wird, füllt THQ mit der Silicon-Dreams-Entwicklung die entstandene Fußball-Lücke. Dabei müsst Ihr auf echte Spieler- und Teamnamen verzichten; doch wer ‘Jerremies’ und ‘Elbbere’ ist, kapiert jeder Fußballfan sofort. Auf Vereinsebene wurden sieben europäische Ligen sowie Teams aus Japan und den USA eingebaut, dazu kommen 44 Nationalmannschaften.

Neben gängigen Spielmodi wie vorgegebene oder eigene Ligen und Pokal­wett­bewerbe sticht der Arcade-Cup hervor, in dem Ihr Euch in Prügelspielmanier eine Rangliste nach oben arbeitet. Mana­ger-Elemente wie Transfers gibt’s keine, dafür habt Ihr als Trainer mehr Einfluss­ als bei vielen Kon­kur­renztiteln. Ihr legt nicht nur Aufstel­lung, Taktik und strategische Ausrich­tung fest, sondern nehmt sogar einzelne Gegen­spieler in Manndeckung. Der Spiel­ablauf ist simulationslastig, nur durch geschicktes Pass- oder Flügelspiel gelangt Ihr vors gegnerische Tor. Am bes­ten setzt Ihr den Außenstürmer per Steilpass in Szene, eine Flanke verwertet Ihr mit Volleyschuss oder Kopfball. Beim Dribbling legt Ihr Euch mit der Z-Taste den Ball vor, per Tastenkombination führt Ihr Spezial­bewegungen wie den beliebten Übersteiger aus. Toreschießen gestaltet sich schwierig: Schießt Ihr geradeaus, landet der Ball in den Armen des Goalies; zielt Ihr zur Seite, geht der Schuss oft daneben. In der Abwehr sind Eure Bewegungen konventionell – Ihr spitzelt den Ball vom Fuß oder grätsch wüst in die Beine.

Die Optionen sind nicht so umfangreich wie von der Konkurrenz (sprich EA Sports) gewohnt, wichtige Einstell­mög­lich­­keiten vermisst Ihr aber nicht. Leider bringt die Kooperation mit RTL nicht die erhoffte Kommentatoren­stimme ins heimische N64-Stadion. Fuß­ballexperte Marcel Reif wechselte vor der Saison von RTL zu Premiere World, deshalb müsst Ihr mit den Weisheiten und Spielzug­kommentaren eines Unbe­kannten Vorlieb nehmen.

RTL World League Soccer 2000 macht keinen Gebrauch vom RAM-Pak, läuft aber dennoch in scharfer und fast ruckfreier Highres-Auflösung.

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