Shank – im Test (PS3)

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Thematisch eine Mischung aus El Mariachi und John Rambo, spielerisch eine Melange aus Final Fight und Metal Slug, grafisch eine Kreuzung von Comic- und Cel-Shading-Look – was sich wie ein Spiel gewordener Traum anhört, hat seine Schattenseiten. Doch beginnen wir von vorn: Was ist Shank? Ihr scheucht einen prügelnden, schlitzenden und schießenden Wüterich durch eine zweidimensionale Bilderbuchlandschaft. Bereits mit dem Intro hat Euch die Optik in ihren Bann gezogen – trotz der anfangs eintönigen Farbpalette ist die Grafik der größte Pluspunkt von Shank. Knapp dahinter folgt das schnelle Kampfsystem: Mit einfach auszuführenden Knopfstafetten lasst Ihr lässig aussehende Kombos aus Messerstichen, Kettensägenhieben, Machetenhackern, Pistolensalven und Shotgunschüssen vom Stapel, die jedem Actionhelden zur Ehre gereichen. Leider macht Euch das hektische Spieldesign regelmäßig einen Strich durch die Rechnung, denn ständig nehmen Euch kleine Standardgegner in die Zange oder rennen Euch dicke Brocken über den Haufen – unangenehme Erinnerungen an die ins Bild sprintenden dicken Glatzköpfe aus Final Fight werden wach. Auch die Bossfights pendeln zwischen Spannung und Ärger: Mal erfordern die Schufte clevere Tricks und schnelle Reaktionen, mal langweilen sie mit zu offensichtlichen Schwachstellen oder nerven wegen zu vieler Helfershelfer.

Shank ist zwar grob inszeniert, verzichtet aber bewusst auf Splattereffekte wie platzende Köpfe oder aufgeschlitzte Bäuche – ob Euch das fehlt, müsst Ihr selbst entscheiden. Ein Pluspunkt ist die (nur lokal spielbare) Koop-Kampagne, welche die Vorgeschichte zur etwa dreistündigen Hauptstory erzählt: Zu zweit könnt Ihr Feinde von vorn und hinten besser in Schach halten.

Flotte, aber oft unfaire Sidescroll-Schnetzelei in fein animierter Zeichentrickgrafik.

Singleplayer7
Multiplayer
Grafik
Sound
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