Silent Hill: Homecoming – im Klassik-Test (360)

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In den nebeligen Straßen und verlassenen Häusern treiben seit jeher groteske Monster ihr Unwesen. Im Verlauf des Abenteuers trefft Ihr auf alte wie neue Gegnertypen, darunter der Nadler, der seinen Kopf nicht auf der Schulter, sondern zwischen den messerscharfen Beinen trägt. Natürlich feiern auch die Krankenschwestern und der armlose Rauchspeier Smog ihre Rückkehr – in puncto Design stand hier eindeutig der Film Pate. Zwar gibt es mehr Gegnervariation als früher, doch keiner weist durch sein Aussehen einen Bezug zum Schicksal des Protagonisten auf, wie es noch in Teil 2 der Fall war. Stattdessen freuen sich Kenner der Reihe (und des Films) über den Auftritt eines Stargastes, der jedoch in erster Linie als Dienst am Fan zu werten ist und leidlich in die Handlung integriert wurde.

Die zweite Besonderheit der Serie liegt im Wechselspiel von undurchdringlichen Nebelpassagen, verlassenen Gebäuden mit unzähligen verschlossenen Türen und rostig-­blutigen Höllenszenarien. Wie im Film ist der Dimensionswechsel auch in ”Homecoming” direkt zu sehen, auf das kultige Sirenengeheul beim Übergang wurde indes weitgehend verzichtet. Im Schein seiner Taschenlampe durchquert Alex diverse Schauplätze wie das Krankenhaus oder ein Hotel und löst seltene, meist simple Rätsel, die den weiteren Weg öffnen.

Für die einzigartige Soundkulisse sorgt erneut Serien-Guru Akira ­Yamaoka. Die akustische Untermalung umfasst dabei das statische Rauschen des Walkie-Talkies sowie monotone Ambientklänge, Indus­trial-Passagen und ­rockige Gesangsnummern.

Nach dem ersten Endboss steigt der Action-Anteil drastisch. Ein ­Zustand, dem die überarbeitete Steuerung Rechnung tragen will – mit mäßigem Erfolg. Zwar verfügt Alex über leichte und harte Angriffe sowie eine Ausweichbewegung, Konter-Moves und derbe Finisher. Sogar präzises Zielen ist nun dank der Schulterperspektive möglich. Doch all das funktioniert nicht so gut wie erhofft: Immer wieder steckt Alex unnötige Treffer ein, meist, weil das Ausweich-Timing zu fummelig ist oder die Kamera zickt. Zur Frustvermeidung wurden neben regelmäßigen Speicherpunkten automatische Checkpoints eingebaut, die lange Laufwege nach Alex’ Ableben verhindern.

Zwar gibt Silent Hill: Home­coming ausreichend Anlass zu Kritik, unterm Strich erweist sich das Spiel dennoch als solides, effektvolles Horror-Abenteuer, das gruseliger ist als Resident Evil 5, F.E.A.R. 2 und Alone in the Dark zusammen.

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joia
I, MANIAC
joia

hm. ich kann mich gut erinnern – vielleicht der schwächste teil, vielleicht nicht. ich habe das teil gut und gerne 2-3 mal durchgespielt und fand es in einigen dingen durchaus ansprechend. es hat was.

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Der schwächste Teil der Silent Hill Reihe.