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| Spiel: | Solatorobo: Red the Hunter |
| Publisher: | Nintendo |
| Developer: | CyberConnect2 |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | DS |
| Erhältlich für: | DS |
| USK: | 6 |
| Erschienen in: | 9 / 2011 |
Erinnert Ihr Euch an das Action-Adventure Tail Concerto für die PSone? Vermutlich nicht, erschien das fröhlich-bunte Abenteuer von Hundeheld Waffle doch nur in Japan und den USA – dort brach es keine Verkaufsrekorde, blieb aber manchem Spieler in guter Erinnerung. Solatorobo ist nun der liebevolle, spirituelle Nachfolger im Handheld-Gewand, für den Entwickler Cyber Connect 2 jahrelang nach einem Publisher suchte.
Im Fell von Hundeheld Red reist Ihr mit Eurer rosahaarigen Schwester Chocolat über die von Hunde- und Katzenmenschen bewohnten fliegenden Inseln der Shepherd Republic und verdient Euer Geld als Jäger. Ihr nehmt Aufträge privater Klienten an und räumt an Bord Eures flexiblen Dahak-Mechs Kanäle sauber, macht Jagd auf eklige Rieseninsekten oder sucht verlorene Gegenstände – als Dank gibt es wertvolle Ringe und Punkte, die Euren Jäger-Rang steigen lassen. Doch als Red das Luftschiff Hindenburg infiltriert, entdeckt er nicht nur Katzenwesen Ehl, sondern auch ein geheimnisvolles Amulett – beide werden noch für eine Menge Ärger sorgen…
Solatorobo vermischt gekonnt Action mit Rollenspiel-Einlagen: Ihr dürft Euren Mech mit neuen Bauteilen aufrüsten und über die typischen Erfahrungspunkte aufleveln, Gegner bekämpft Ihr aber ohne separaten Kampfbildschirm in Echtzeit. Anstatt die üblichen Dreiercombos auszuteilen, basiert das Kampfsystem auf dem Heben und Werfen Eurer Widersacher. Wartet, bis der Gegner angreift und lupft ihn durch schnelles Drücken des Angriffsknopfs – jetzt könnt Ihr ihn entweder zu Boden werfen oder auf seine Kumpane schleudern. Für Abwechslung sorgen Spezialtechniken, die Ihr mit der Zeit erlernt, sowie Schusswaffen, die Ihr Feinden mopst. Geschickte Zeitgenossen fangen sogar Raketen aus der Luft und befördern sie postwendend zum Absender zurück. Das ist alles nicht allzu komplex, funktioniert aber gut und fügt sich stimmig in den angenehm andersartigen Titel ein.
Für Abwechslung sorgen Flugeinlagen: In manchen Missionen düst Ihr mit dem Dahak von Insel zu Insel und müsst auf Energiereserven achten, später nehmt Ihr an Luftrennen teil. Die erinnern mit ihren Extras und Rempeleien ein wenig an Mario Kart, sind aber netterweise größtenteils optional.
Grafisch gehört Solatorobo zu den schönsten Titeln auf dem DS: Die 3D-Figuren sind detailliert und stimmig animiert, die geschickte Kombination von 2D- und 3D-Elementen verbindet den Detailreichtum eines Bitmap-Abenteuers mit der Dynamik moderner Polygongrafik. Manche Zwischensequenzen überraschen mit liebevoll animierten Sprites in ähnlicher Technik, wie sie Vanillaware bei den Konsolentiteln Odin Sphere oder Muramasa einsetzte. Auch die Akustik überzeugt: Die Musik geht prima ins Ohr, franko-japanische Sprachfetzen stellen in Sachen Stimmung das charmante Tüpfelchen auf dem i dar.










