SSX – im Test (360)

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Wie kein anderes Wintersportspiel verstanden es die Episoden der SSX-Serie zu PS2- und Xbox-Zeiten, ’cool’ zu sein, bevor sich der Wii-Abstecher SSX Blur 2007 mit Zappelgimmicks verzettelte. Danach gönnte Electronic Arts seinem Alpin-Erlebnis eine erstaunlich lange Pause, erst jetzt feiert SSX seine HD-Premiere.

Zu Beginn geht es etwas überraschend in die Luft: Ihr springt aus einem Helikopter und werdet quasi im freien Fall in das neu gestaltete Tricksystem eingeführt. Geblieben sind die Uber- und Super-Uber-Aktionen, die Ihr durch eine mit normalen Spins, Flips und Grabs zu füllende ’Tricky’-Leiste aktiviert. Das alles kontrolliert Ihr jetzt durch Bewegung des rechten Analogsticks in Kombination mit den Schultertasten, was flüssig und leicht von der Hand geht – Puristen wählen alternativ die Klassik-Steuerung. Am Boden angekommen, stürzt Ihr Euch in eine pseudocoole Story, die eigentlich nur dem Zweck dient, Euch flott alle Gebiete, Extras und Charaktere zu bescheren – das wird im Hauptmenü sogar explizit so beschrieben. So startet Ihr in neun Gebirgsketten, die trotz zwangsläufiger Ähnlichkeiten optische Abwechslung auf den Bildschirm bringen, schaltet nach und nach alle Fahrer frei und macht Bekanntschaft mit den ’Deadly Descent’-Abfahrten: Bei denen stehen nicht normale Rennen oder das Punktesammeln im Mittelpunkt, sondern lediglich das Erreichen des Ziels. Dafür braucht Ihr spezielle Ausrüstung, die Ihr vom Preisgeld kauft: Mit Wingsuits gleitet Ihr über Abgründe, Stirnlampen sorgen für Durchblick im Dunklen und Solarkollektoren verhindern, dass Ihr auf großer Höhe langsam zum Eiszapfen werdet.

Mehr Zeit verbringt Ihr im Erkundungs-Modus, denn hier startet Ihr frei bei rund 150 Wettbewerben und sammelt fleißig Medaillen. Ähnlich wie beim Need for Speed-Autolog tretet Ihr via RiderNet auch gegen die Leistungen Eurer Freunde an. Noch intensiver wird es bei den ’Globalevents’, sofern Ihr online seid: Dort findet Ihr ständig neue Veranstaltungen, die nur eine bestimmte Zeit laufen und bei denen bis zu 100.000 Teilnehmer mitmachen können. Je nachdem, wie gut Ihr abschneidet, winkt ein ordentliches Preisgeld – das erhaltet Ihr aber nur, wenn Ihr einen Online Pass eingelöst habt. Das ständige Duell mit anderen Spielern ist motivierend, findet aber stets nur indirekt bzw. in Form von Geisterschatten statt: Kurioserweise verzichtet SSX komplett auf richtige Mehrspieler-Veranstaltungen.

  • 9 Gebiete mit 153 Wettbewerben
  • 10 Fahrer
  • Sonderausrüstung für spezielle Abfahrten
  • nur indirekte Duelle gegen andere Spieler
  • alternativ klassische Tricksteuerung möglich

Ulrich Steppberger meint: Die Kunstpause hat SSX gutgetan: So schwungvoll wie hier konnte man schon lange keine verschneiten Berge mehr hinabrasen. Die winterliche Optik ist zwar nicht spektakulär, doch zusammen mit der gelungenen Soundkulisse bringt sie das Trendsport-Ambiente prima rüber. Dank der neuen Steuerung klappen spektakuläre Tricks problemlos – wer fleißig am rechten Stick wackelt und rechtzeitig loslässt, legt coole Aktionen hin, gezielte Stunts bleiben eher Glückssache. Der Story-Modus führt Euch ordentlich in die verschiedenen Umgebungen und den Einsatz der Hilfsmittel wie Gleitanzug und Stirnlampe ein, doch langfristig motivierend sind die zahllosen Herausforderungen. Allerdings solltet Ihr Freunde an der Hand haben, mit denen Ihr Euch indirekt messt: Dass es keine klassischen Mehrspieler-Rennen gibt, finde ich schade.

Gelungenes Comeback der stylischen Snowboard-Flitzerei mit viel Umfang und guten Ideen, allerdings keinen Mehrspieler-Fahrten.

Singleplayer83
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