Star Ocean: The Last Hope – im Klassik-Test (360)

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So hat sich Edge Maverick seinen ersten Auftrag an Bord des nagelneuen SRF-Sternenkreuzers Calnus bestimmt nicht vorgestellt. Auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten für die Bewohner der atomar verseuchten Erde gerät die terranische Pionierflotte in eine Warpraum-Turbulenz und muss auf dem urweltlichen Planeten Aeos notlanden. Nach einigen Erkundungstouren und dem Zusammentreffen mit der befreundeten Alienrasse der Eldarianer bekommt Edge vom verletzten Captain der Calnus das Kommando übertragen. Zusammen mit seiner Kindheitsfreundin Reimi und dem grünhaarigen Grünschnabel ­Faize soll der 20-jährige Heißsporn das Fortbestehen des Homo sapiens im Alleingang sichern.

Im Xbox-360-Prequel der langlebigen Star Ocean-Serie startet tri-Ace in bester ”Star Trek“-Manier das gigantische Märchen vom unendlichen Sternenozean von vorn und legt das Schicksal von Edge, seiner insgesamt sieben Mitstreiter und der kompletten Menschheit einmal mehr in Eure Daddelfinger. Wer dieses Setting als recht traditionell empfindet, wird vom Spielablauf wenig überrascht sein. Unter der prächtig aufpolierten Hightech-Hülle auf Basis einer verbesserten Infinite Undiscovery-Engine werkelt eine klassische japanische Rollenspiel-Mechanik.

Nachdem sich moderne Energiewaffen zur Bekämpfung der spinnenartigen Fauna von Aeos als nutzlos erweisen, greift Edge zum Technoschwert und folgt – SciFi hin oder her – dem gut ausgetretenen Pfad so vieler Fantasy-RPG-Helden vor ihm. Altbekannt, jedoch nicht altbacken, denn tri-Ace interpretiert die Formel aus Erkundung, Monsterkämpfen und Partyverbesserung genau an den richtigen Punkten neu. The Last Hope schaltet z.B. bei Feindkontakt in eine extra Kampfarena, zeigt Euch aber vorher jeden Gegner fair in der Oberwelt. Dadurch könnt Ihr die Kampfreihenfolge recht gut planen, versucht Gegnern in den Rücken zu fallen, um einen Kampfvorteil zu erzielen, oder entkommt mit einem kurzen Sprint aus gefährlichen Situa­tionen. Das Echtzeit-Kampfsystem, ohnehin ein Markenzeichen der Serie, wurde behutsam modernisiert und mit klug ausgetüftelten Neuerungen angereichert. Geübte Kämpfer lassen die Monsterbrut aus Echsenkriegern, Kampfdrohnen und dämonischen Ausgeburten mit perfekt getimten Ausfallschritten ins Leere schlagen, aktivieren dadurch den Blindside-Modus und initiieren hinter ihrem Gegner ein Effektgewitter aus einem halben Dutzend Spezialattacken. Ein übersichtliches Pausen-Ringmenü zur Verabreichung von Heilitems oder dem Austausch eines aktiven Charakters während eines Kampfes rundet dieses beste Element des Spiels hervorragend ab.

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