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Die Auflösung wurde stark erhöht, die N64-typische Unschärfe entfernt und alle Bitmap-Interface-Elemente bekamen eine Überarbeitung spendiert, damit sie in der aktuellen HD-Welt nicht unscharf daherkommen. Gleich geblieben sind derweil Bildrate und Format: Das Abenteuer läuft mit 30 Bildern pro Sekunde im 4:3-Format.
In der GameCube-Episode Super Mario Sunshine verschlägt es den Titelhelden auf eine tropische Insel, wo ein klecksender Tunichtgut für gehörig Sauerei sorgt. Aufgrund einer gewissen Ähnlichkeit wird Mario dazu verdonnert, die Insel vom braun schimmernden Matsch zu befreien. Dafür verwendet er den flexiblen Fleckweg 08/17 – eine sprechende Erfindung von Professor I. Gitt, mit der Mario nicht nur Wasser verschießen, sondern dank ordentlich Druck auch kurzzeitig schweben kann.
Die Levels sind größer, die Komplexität ist höher, leider ist aber auch der Frustfaktor gestiegen: Wo sich die N64-Episode locker-flockig wegspielt, sorgen hier die komplexen Level-Konstrukte, die nicht immer optimale Kamera und die oft starke Vertikalität der Szenarien dafür, dass ein ungenauer Sprung genügt, um wieder ganz unten zu landen. Wie Super Mario 64 läuft auch Sunshine mit 30 Bildern pro Sekunden in erhöhter Auflösung, neu ist die Anpassung des Bildes an das 16:9-Format, beim GameCube lief Super Mario Sunshine noch in 4:3.
Super Mario Galaxy, 2007 auf Nintendos Wii erschienen, räumt mit den Mängeln des Vorgängers gründlich auf. Dynamische 60 fps, eines der besten 3D-Kamerasysteme überhaupt und eine Struktur, die näher an den kürzeren, knackigen Aufgaben von Super Mario 64 dran ist, bilden die Grundlage des Hüpf-Meisterwerks. Mario verschlägt es in die Weiten des Weltraums, wo er über Planeten in allen Größen, Formen und Farben wetzt. Gravitations-Spielereien sorgen immer wieder für Aha-Momente und das Spiel quillt geradezu über vor kreativen Herausforderungen, frischen Ideen und neuen Ansätzen. Abgerundet wird das Paket von einem grandiosen Orchester-Soundtrack. Abgesehen von der erhöhten Auflösung hat man vor allem an der Steuerung gefeilt: Aktionen, die im Original durch Rütteln der Remote ausgelöst wurden, sind nun einem Knopf auf Joy-Con oder Pro Controller zugewiesen. Die wichtigen Pointer-Funktionen wurden beibehalten und fühlen sich sehr präzise an, wer mit Switch Lite oder im Handheld-Modus spielt, darf den Touchscreen dafür nutzen – so spielt sich Super Mario Galaxy in der Neuauflage sogar noch etwas besser als das Wii-Original.









@Rudi Ratlos danke fürs Löbchen. Gerade als ambitionierte Hobbygeschichte ist es immer schön zu sehen, wenn das Ergebnis doch ganz gut ankommt.
Typisch M-Games Nintendo-Bewertungsbonus von 10-15%. Ist insgesamt eher ‘ne realistische 79. Kaum jemand wird den N64-Klemptner oder Frusting-Sunshine durchspielen, sondern nur mal reinschauen und es irgendwie witzig finden das Ding wieder mal, oder zum ersten mal angefasst zu haben. Einzig Galaxy macht heute noch Spaß. Wobei die Spiele-Erfahrung für Light-Nutzer merkwürdig anders ist und die eigentliche Idee dahinter ab absurdum führt.
Die Collection finde ich schon eine ganz gute Sache. Klar, mal abgesehen von Mario Galaxy wirken die beiden Vorgänger tatsächlich mittlerweile ein Wenig angestaubt, aber es hält sich dennoch in Grenzen. Bei Mario 64 hätte man sich vielleicht noch ein Wenig mehr Mühe machen können, was die für heutige Verhältnisse grausige Kameraführung angeht, aber sonst dennoch eine ganz nette Sammlung. Warum aber Mario Galaxy 2 nicht mit dabei ist, ist auch wieder so eine fragwürdige Sache, die aber mal wieder typisch für Nintendo ist.
@captain carot Lob für eure Seite – klar strukturiert und gut geschriebene Testberichte!
Super Mario 64 und Super Mario Sunshine habe ich komplett mit allen 120 Sternen und Shinies durch. Allerdings ist gerade Sunshine spielerisch extrem schlecht gealtert, bzw. waren damals einige Elemente wie die teils willkürlich versteckten blauen Münzen nervig.
Hatte danach eigentlich genug von der Collection, aber dennoch in Galaxy reingeschnuppert – und das hat mich direkt wieder gepackt. Es ist Wahnsinn, was wie riesig der Unterschied zum Vorgänger ist. Auch heute noch absolut genial, und ein grosses Lob für die Pointer-Steuerung – da war meine Skepsis nicht berechtigt. Schade ist Galaxy 2 nicht dabei, das meiner Meinung nach noch einen Ticken besser ausfiel.
Apropo Touch. Es ist schlicht eine Frechheit, dass ich bei Galaxy nicht mal das Spiel starten kann, mit einem powerA Controller.
Ich bin zur Bewegungssteuerung gezwungen, nur für die Savegame Auswahl.
Ich seh auch nicht ein, warum gerade Mario Galaxy 2 fehlt. Nintendo ist wieder fett und faul geworden.
Die Begründungen hin zum Spielspaß sind ok, aber persönlich finde ich die Wertung zu hoch gegriffen. Ansichtssache, Meinungen sind verschieden, und manchmal ist darüber schwer zu urteilen; aber Richtung Industrie empfinde ich die Wertung als ein weniger gutes Zeichen. Fernab eines Remakes, und schon Remaster sind oftmals schwierig zu bewerten – nur hier wurde noch weniger Arbeit reingelegt. Da muss man sehen wem Game XY heute, ggf. auch ohne Retro-feeling, noch zusagt.
Es ist halt “nur” ‘ne Spielesammlung, auch wenn ‘ne gute, der selben Spiele, die kaum Liebe abbekamen. Gerade was Mario64 angeht hätte ich mir nach über 20 Jahren(!) einfach mal mehr gewünscht. Ich spiel dieses Spiel (wie viele “alte Mistgames”, fernab von früheren Bewertungen) zwar noch heute hin und wieder, wirklich, aber nur wegen dem Retro-Feeling “meiner” alten Tage, nur würde ich dafür heute im praktisch gleichen Zustand kein Geld mehr ausgeben. Auf das “fehlende” Super Mario Galaxy 2 geh ich nicht drauf ein, hätte diese Sammlung aber komplett gemacht.
Für alle die die Spiele aber noch nicht kennen ist es vielleicht dennoch ein guter Zeitpunkt sie hiermit nachzuholen. Viele Nintendo-Spiele altern langsamer als andere, diese gehören dazu. Auch wenn frühere 3D-Games bei weitem den Charme pixiliger 16-Bit Spiele fehlt, die mitunter zeitlos sind.
Bei mir ist das Ensemble schon eine Ecke schlechter weggekommen. Lassen wir dabei mal an Seite, dass zumindest Super Mario 64 wirklich grundlegend neue Grafik verdient hätte. Technisch ist die Compilation durchwachsen. 30fps für 64 und Sunshine einerseits, die (heutzutage) miese Mario 64 Kamera und massig Bugs in Sunshine andererseits. Das alles kann ich auch per Emulator haben, und das teilweise sogar besser.
Und ja, steuerungsseitig, gerade bei der Menüführung, wirft sogar Galaxy ein paar Fragezeichenblöcke auf. Nintendo hat schon mit manchen Neuauflagen gezeigt, dass man sowas deutlich besser kann und gerade Super MArio 64 würde von moderner Kamerasteuerung ganz massiv profitieren.
Bei Leseinteresse:
https://gamingnerd.net/reviews/games/super-mario-3d-all-stars-im-test-ein-teilweise-blasser-stern-5533227/
Guter Test, danke (im Heft natürlich schon längst gelesen)
Also ich kann nur sagen, gealtert ist SM64 am schnellsten. Die Kamera nervt und etwas fummelig ist es auch.
Sunshine ist sehr gut anzuschauen, aber auch sehr schwer, gerade aufgrund der vielen Tasten die man braucht.
Galaxy spielt sich tadellos, Punkt!
Aber warum beleidigt mich Nintendo wieder mit Touchscreen-wischerei.
Ach ja, limitiert ist an dem Ding gar nix.
Steht in Massen bei 2 Läden meiner Region herum.