Super Street Fighter IV: 3D-Edition – im Klassik-Test (3DS)

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Bislang ist es nur ein ­Gerücht, dass noch dieses Jahr die ­Super Street Fighter IV ­Arcade ­Edition für PS3 und Xbox 360 ­erscheint. Andeutungen von Produzent Yoshinori Ono lassen das lediglich erahnen, Capcoms übliche Veröffentlichungspolitik unterstützt den Verdacht. Die 3DS-exklusive Handheld-Umsetzung ist hingegen so echt, wie es sich mobile ­Prügelfans nur wünschen konnten. Seit Street Fighter Alpha 3 für Game Boy ­Advance gab es kein ­frisches Beat’em-Up-Futter auf einem ­Nintendo-Gerät.

Die 3D Edition enthält alle 35 Kämpfer sowie sämtliche 22 Hintergründe des Heimkonsolen-Bruders. Die Recken sind ansehnlich groß, geschmeidig animiert und stehen ihren Vorbildern in nichts nach. Auf 3DS verzichtet ­Capcom sogar auf den Verkauf kostspieliger Alternativ-Outfits – mindestens eines pro Kämpfer ist von ­Anfang an verfügbar, zehn Farben hat jedes Kostüm obendrein. Im ­Detail finden sich doch Unterschiede: Einmal lässt sich die Sprache der Kämpfer nicht individuell anpassen, sämtliche Charaktere sprechen ausschließlich Englisch. Störender noch ist der Verzicht auf animierte Hintergründe. Besonders im 3D-Betrieb wirken Zuschauer und Passanten wie Pappaufsteller. Dafür bietet die 3DS-Variante eine alternative Kamera­position schräg hinter Eurem Kämpfer – das wirkt zwar ­dynamisch und schick, erschwert aber das ­Einschätzen von Abständen.

Spielerisch unterscheidet sich die Handheld-Adaption nicht vom gro­ßen Vorbild, noch immer beherrschen alle Charaktere (außer Boxer Balrog) je drei Schläge und Tritte, geblockt wird per Richtungstaste. Kontert ­zögernde Widersacher mit Würfen oder macht sie mit der vielseitigen, aufladbaren Focus-Attacke kalt. ­Erfahrene Spieler lassen darauf ­Super- und ­Ultra-Combos folgen.

Eure erste Wahl ist das Steuerkreuz, mit dem Ihr Moves präziser ausführt als per Analogscheibe. Überdies wählt Ihr zwischen der Lite- und Pro-Variante der Touchscreen-Einbindung: Wahlweise führt Ihr auf dem unteren Schirm Spezialattacken aus oder legt dort kompliziert aus­zuführende Kommandos ab.

Die StreetPass-Unterstützung war zum Testzeitpunkt noch inaktiv, der Hersteller verspricht freischaltbare Sammelfiguren und automatisch ­ablaufende Duelle im Standby-Betrieb. Neben den ebenfalls noch nicht aktivierten Online-Matches enthält die 3D Edition einen ­fordernden Trainingsmodus, der Euch Finessen des Kampfsystems lehrt, sowie eine lokale Mehrspieler-Variante, die auch mit nur einem Modul funktioniert – dann steht nur Ryu zur Wahl.

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