Superhot: Mind Control Delete – im Test (PS4)

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Zeit für Mehr! Nach ­Superhot (80% in M! 06/16) und Superhot VR (73% in M! 08/17) müsst Ihr Euch in Mind Control Delete wieder in klinisch weißen Umgebungen mit heranstürmenden roten Gegnern auseinandersetzen. Der Kniff aus den Vorgängern bleibt erhalten: Steht Ihr still, schreitet die Zeit im Schneckentempo voran, macht Ihr eine Bewegung, beschleunigt und bremst sie synchron mit Euch. So drückt Ihr Euch Millimeter für Millimeter an Schusssalven vorbei, greift Euch fallen gelassene Ballermänner aus der Luft oder werft mit interaktiven schwarzen Alltagsgegenständen, um der feindlichen Übermacht Herr zu werden.

Im Gegensatz zu den knackig kurzen, linearen Kampagnen der Vorgänger beschäftigt Euch Mind Control Delete deutlich länger. Allerdings erlebt Ihr nicht ständig etwas Neues. Stattdessen teilt sich das Spiel in einzelne, anwählbare Knoten auf, die mal nur ein paar, mal aber auch gute 15 Stages enthalten, die Ihr dann auch alle am Stück bewältigen müsst – zwischengespeichert wird nicht. Der Rogue-lite-Kniff: Sterbt Ihr, beginnt Ihr den kompletten Knoten von vorne. Das kann insbesondere nerven, wenn es Euch kurz vor Schluss eines langen Knotens erwischt. Immerhin erleichtern Euch die Entwickler aber auch das Leben: Im Verlauf des Spiels sammelt Ihr Kerne und Hacks, mit denen Ihr Eure Fähigkeiten modifiziert: Einen Kern wählt Ihr zu Beginn eines Knotens aus und haltet dann etwa in allen folgenden Levels einen Treffer mehr aus oder könnt Gegner anspringen. Zwischen den einzelnen Stages dürft Ihr dann immer mal wieder zwischen zwei zufällig aus Eurem Fundus ausgesuchten Hacks wählen, die Euch dann bis zum Ende des Knotens begleiten. Manche füllen Eure Lebenspunkte auf, andere lassen Euch mit einer Schusswaffe starten oder sorgen dafür, dass geworfene Gegenstände zu Splittergranaten werden.

Eure gesichtslosen Kontrahenten haben ebenfalls aufgerüstet: Neben den Standardfeinden, die nun mit Katanas Kugeln abwehren, finden sich Gegner mit roten Waffen, die Ihr nicht aufnehmen könnt, sowie weiße Männchen, die nur an bestimmten Stellen verwundbar sind. Bösewichte mit Stacheln, die bei ihrem Ableben durch die Gegend fliegen, machen Euch ebenfalls das Leben schwer, genau wie (scheinbar) unbesiegbare Nahkämpfer.

Neben dem nicht bei jedem beliebten Rogue-lite-Einschlag nervt vor allem, dass Ihr Euch immer wieder in den gleichen Levels wiederfindet: Mal geht es in eine Disco, mal in eine Werkstatt, ein Dojo oder eine Bibliothek – in jedem Knoten findet sich eine zufällige Auswahl der Stages. Die Areale sehen in ihrem reduzierten Look wieder toll aus, irgendwann stellt sich jedoch Monotonie ein, obwohl Gegneraufkommen und -positionierung bei jedem Durchgang variieren. Spielt am besten in kurzen Sessions, dann fallen die ständigen Wiederholungen nicht so auf. Wer Mind Control Delete bis zum Ende durchhält, grübelt über die Story und vergnügt sich im Endlos-Modus.

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