The Gunstringer – im Test (360)

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Langsam trudeln Kinect-Spiele mit mehr Fokus auf Core Gamer ein: Microsoft gefiel das erste Bewegungssteuerungsprojekt der skurrilen Entwicklertruppe Twisted Pixel (u.a. Splosion Man) so gut, dass dem ursprünglich als Downloadspiel geplanten Pistolenklamauk eine DVD-Veröffentlichung spendiert wurde. Die durchgeknallte Mischung aus Wildwest-Klischees und Augsburger Puppenkiste muss man einfach mögen: Ihr lenkt die Titelhelden-Marionette durch mehrere Theaterstücke, um Rache an ihrer treulosen Gang zu nehmen. Mit der linken Hand zieht Ihr die Strippen des automatisch laufenden Stars und sorgt so dafür, dass er springt, Hindernissen ausweicht oder sich aus der Deckung wagt. Mit rechts markiert Ihr bis zu sechs Ziele, bevor Ihr per Armbewegung feuert.

Die liebevolle Inszenierung mit gelegentlichen Schwenks ins (reale) Publikum, schrägen Charakteren und einem grummeligen Erzähler versprüht eine Menge Charme und verschleiert geschickt, dass spielerisch wenig Neues geboten wird und die Herausforderung dank großzügiger Lebensenergie klein ausfällt. Dabei funktioniert die Kinect-Abfrage nicht überragend, aber ordentlich – sogar wenn Ihr bequem auf der Couch sitzt. Mit nicht einmal vier Stunden Umfang ist The Gunstringer jedoch ein arg kurzes Vergnügen. Auch viele Extras wie Audiokommentare, die kostenlose Download-Parodie trashiger Laser-Disc-Ballereien oder ein Gutscheincode für Fruit Ninja Kinect (Test in M! 10/11) wiegen das nur begrenzt auf.

+ ausgesprochen witzige Inszenierung
+ Kinect-Steuerung funktioniert auch im Sitzen gut
+ umkomplizertes Spielprinzip
+ Code für Fruit Kinja Kinect dabei
+ FMV-Download-Gimmick ist kostenlos

– Story ist sehr kurz
– geringer Schwierigkeitsgrad bietet kaum Herausforderung
– Wiederspielreiz nur für Sammler der Extras

Ulrich Steppberger meint: Twisted Pixel haben sich ihren Ruf als Meister des schrägen Humors redlich verdient. Auch The Gunstringer punktet mit Mut zum Wahnwitz, dem wir sogar einen Auftritt von Trashfilm-Ikone Lloyd Toxic Avenger Kaufman verdanken. Wer damit etwas anfangen kann, den wird weniger stören, dass The Gunstringer spielerisch kaum mehr bietet als Railshooter-Kost von der Stange – und deutlich zu flott durchgespielt ist. Als Vorzeigetitel für die Core-Kompetenz von Kinect taugt die Ballerei trotz solider Steuerung nur begrenzt, denn Tiefgang und Komplexität findet Ihr hier nicht. Für ein paar unterhaltsame Stunden ist der Marionetten-Cowboy aber allemal gut.

Zielkreuz- und Ausweichballerei für Kinect mit viel Charme und Witz, die sehr leicht und vor allem arg kurz ausfällt.

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