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| Spiel: | The Last Ninja Collection + Bonus Games |
| Publisher: | System 3 |
| Developer: | System 3 |
| Genre: | Retro-Sammlung |
| Getestet für: | Switch |
| Erhältlich für: | Switch |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 4 / 2026 |
System 3 preist sich selbst als ”das älteste Spielelabel der Welt” und ”einer der ikonischsten Namen in der Geschichte der Videospiele”. Darüber kann man diskutieren, unbestreitbar ist dagegen, dass das vor über 40 Jahren vom weiterhin aktiven Chef Mark Cale gegründete Studio in der Tat eine ganze Reihe wegweisender Hits für den C64 und später auch Amiga ablieferte. Kein Wunder also, dass im September 2024 die Kickstarter-Kampagne mit dem Ziel, die ruhmreichen The Last Ninja-Spiele auf moderne Geräte zu portieren, innerhalb einer Stunde das Finanzierungsziel erreichte.
Etwa eineinhalb Jahre später ist es nun so weit und The Last Ninja Collection hat nach dem PC auch die Switch erreicht. Sieben Spiele wurden auf das Modul gepackt, angeführt von der namensgebenden Reihe mit ihrer Trilogie sowie dem Ninja Remix. Als Beigaben tummeln sich die quasi-artverwandten (denn hier wie da wird gekämpft) Stallkollegen Bangkok Knights, International Karate und IK+ im Sortiment. Alle Titel finden sich in ihrer ursprünglichen C64-Version wieder – wo vorhanden, stehen auch die (weniger reizvollen) Amiga- und Spectrum-Portierungen parat.
Im Gegensatz zu vielen anderen Retro-Sammlungen der Gegenwart hat System 3 jenseits der kompetenten Emulation nur das Nötigste an den Spielen geschraubt. Im Menü gibt es neben Textanleitungen eine Anzeige der Steuerung, die sich strikt an die damalige Konfiguration mit einem Stick und einem Button hält und zusätzliche Knöpfe lediglich für Menüfunktionen oder Gimmicks nutzt. Etwas daran ändern kann man nicht. Pro Spiel ist bloß ein Speicherstand verfügbar (der kurioserweise nur aus dem Menü neu geladen werden kann), Quick Save und Load oder Rückspulfunktionalität hat man sich gespart. Auch eine Museumssektion oder selbst ein Musikplayer bleiben außen vor. Schade, es gäbe zu diesen Oldies doch sicherlich einiges zu zeigen, sehen und hören.
Letztlich steht und fällt aber alles mit der Qualität der Spiele – und hier scheiden sich die Geister insbesondere bei The Last Ninja und den Nachfolgern. Sie glänzten bei ihrem Debüt mit Vorzeigegrafik und feinen Soundtracks, sodass zahlreiche Zocker gewillt waren, andere Macken in Kauf zu nehmen. Den Ninja durch die sehenswerten isometrischen Abschnitte zu führen, war angesichts eines überladenen und schlicht unhandlichen Steuerungsschemas nervig genug. Dazu kamen aber so simple wie schadensträchtige Gegner und Geschicklichkeitspassagen, die absolute Präzision erforderten, was die Kontrollen nicht zuverlässig zu liefern vermochten. Wer sich damit einst arrangieren konnte, mag das vielleicht heute noch goutieren – andernfalls sollte man sich den Kauf der Last Ninja Collection sehr gut überlegen.









Obwohl ich Retro Spiele stehe und The Last Ninja ungefähr Mitte 2004er mitkam, schreckt mich aus heute Sicht eher ab, seit System 3 Ninja für die Wii gab.
Sonst hätte ich gern die Collection auf den Switch nachgeholt.
Ullrich, Ullrich 😏 und du hattest damals wirklich einen C64^^
Die Wertung ist viel zu niedrig….. bei Eingewöhnung ist es tatsächlich noch gut spielbar und die Save States erleichtern vieles.
Aber den ersten Level spielt man wieder ohne Probleme durch (Last Ninja 2) und auch die anderen gewöhnt man sich dran.