
Seite 1
| Spiel: | Guitar Hero: Warriors of Rock |
| Publisher: | Activision |
| Developer: | Neversoft |
| Genre: | Musik |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3, Wii |
| USK: | |
| Erschienen in: | 11 / 2010 |
Den Musikspielreigen des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts eröffnet Activision mit dem sechsten Guitar Hero ohne Bandfokus. Bei Warriors of Rock geht Entwickler Neversoft auf Nummer sicher, denn gegenüber Teil 5 hat sich während der eigentlichen Song-Performance (fast) nichts geändert. Wie gehabt, treten bis zu vier Musikanten in beliebiger Instrumentenzusammenstellung an, die separat oder im Bundle erhältliche Klampfe (siehe rechts) bietet keine neuen Funktionen. Im ’Schnellspiel’ oder bei Duellen bleibt alles wie gehabt, lediglich die Anzahl der Herausforderungen wurde aufgestockt: Zu jedem Titel gibt es 13 Aufgaben, aufgeteilt auf Instrumente oder die ganze Band, bei denen z.B. Mindestpunktzahlen oder Notenläufe geschafft werden sollen. Eine davon ist ungewöhnlich, denn hier geht es um die ’Macht’: Dahinter verbergen sich Modifikatoren, die es ermöglichen, besonders schnell Boni und wesentlich mehr als die üblichen fünf Sterne zu sammeln – allerdings müsst Ihr Euch erst durch mehrere Menüs klicken, um diesen Modus zu starten.
Im Mittelpunkt steht aber ein großes Abenteuer, auf das der Untertitel anspielt: Der Halbgott des Rocks wurde von einer monströsen Maschine bezwungen, deshalb müsst Ihr acht Musikanten einsammeln, um ihn zu befreien – am Ende wartet ein knackiger Bosskampf, auf halber Strecke arbeitet Ihr das epische Konzeptwerk ”2112” von Rush am Stück ab.
In der Praxis bekommt Ihr für jeden Charakter eine Reihe Songs vorgesetzt, bei denen Ihr eine Mindestzahl an Sternen erspielen müsst. Dazu kommen pro Charakter spezifische ’Macht’-Fähigkeiten, die Ihr via freigeschalteter Zugabe noch aufmotzt. Zugleich erspielt Ihr alternative Outfits, die sich gängiger Rockklischees bedienen und zwischen pompös und lächerlich schwanken – das trifft auf die ganze Story zu, die jegliche Selbstironie vermissen lässt. Dafür überzeugen grafisch schicke und teils besonders gut auf die Lieder zugeschnittene Auftritte und eine Songliste, die fokussierter und überzeugender ausfällt als beim Vorgänger.










