The Legend of Zelda: Skyward Sword – im Klassik-Test (Wii)

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In Skyward Sword ist die Fortbewegung nicht nur auf Vogel und Schiene beschränkt. Auch Links Füße tragen ihn schneller. Beim Sprinten per A-Taste flitzt er über Treibsand sowie an Gefällen und Wänden hoch – Assassin’s Creed lässt grüßen! Jedoch geht ihm ebenso schnell die Puste aus. Ist die Ausdaueranzeige erst einmal ’leer gerannt’, hängt der Kleine hechelnd und schlapp in der Gegend herum. Notfalls verhelfen ihm grüne Energiepflanzen zu frischer Kondition.

Tempel, Aufgaben und Levelarchitektur erinnern nicht nur entfernt an die Vorgänger. Einige Rätsel und Spielsituationen scheinen direkt den Vorgängern Ocarina of Time und Twilight Princess entliehen. So stellt Ihr Euch einem Schwert­duell mit Echsenkämpfern ebenso wie Zeltlagern voller Orkkrieger. Zudem haben sich die Macher von weiteren Klassikern inspirieren lassen. Links Heimatstadt in den Wolken und dessen Umgebung wecken Erinnerungen an das Dreamcast-RPG Skies of Arcadia. Parallelen tun sich zudem zu Okami auf, wenn der Protagonist der toten Wüstenumgebung Leben einhaucht. Schließlich wirkt so manch epische Begegnung wie eine Hommage an Shadow of the Collossus – mehr sei hier nicht verraten!

Grafisch beweist Skyward Sword dagegen Eigenständigkeit: Die Aquarell-artigen Hintergründe scheinen einem Maler mit dickem Pinsel entsprungen zu sein. Lediglich die teils groben Pixelkanten und die mäßigen Texturen erinnern daran, dass die Zeit des technisch überholten Wii langsam abgelaufen ist. Leider hat zudem kein Wolkenwelt-Anwohner gemerkt, dass in der Konsolenwelt Sprachausgabe zum Standard geworden ist. Alle Charaktere verständigen sich nur über kurze Laute und Text­boxen. Als Entschädigung verwöhnt ein orchestraler Soundtrack mit teils frischen, teils bekannten Melodien Eure Ohren. Später stimmt Link mit seiner Harfe in die Lieder ein – das Musizieren spielt aber eine weit weniger wichtige Rolle als in den Vorgängern.

Skyward Sword ist ein über 40-stündiger Trip durch den Spielspaß-Olymp, der bis zur letzten Minute mit Überraschungen glänzt. Ein Trip, der der Wii-Konsole einen furio­sen Abgang beschert. Ein Trip, der das Genre nicht neu definiert, aber den Namen Zelda in den Action-Adventure-Thron meißelt.

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