
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Pech für The Saboteur, kurz nach Assassin’s Creed II zu erscheinen. Denn im direkten Vergleich werden die Schwachpunkte des an sich gefälligen Pandemic-Finales umso deutlicher: Die normalen Sandbox-Elemente wie die Fahrten funktionieren, sind aber unspektakulär, das ’Rahmenprogramm’ an Aktivitäten ist umfangreich, aber monoton. Und insbesondere die Klettereinlagen wirken schwerfällig, nicht nur hier fehlt der Pfiff des Attentäter-Abenteuers. Trotzdem unterhält der Ausflug nach Paris: Das liegt zum Großteil an der reizvollen Schwarz-Weiß-Ästhetik, auch das interessante Tarnsystem hat seinen Reiz. Zudem ist die Story mit acht Stunden nicht allzu lang und damit vorbei, bevor das Spiel langweilig wird.
Michael Herde meint: Der stilvolle Einsatz von Farben ist clever in die Rahmenhandlung eingebettet, das Spiel an sich sieht gut aus, vor allem die Gesichter finde ich gelungen. Am meisten gefällt mir die Kombination aus jazzig-verruchter Erotik der Pariser 1940er-Jahre und schwarz-weiß-roter ”Nazi”-Ästhetik, welche Saboteu” eine Eigenständigkeit verleiht, die es auf spielerischer Ebene nicht erreicht. Auf der Fahrt mit altmodischen Autos durchs Pariser Umland verzweifle ich in SD-Auflösung beim Versuch, auf gelben Stellen der Karte meine gelbe Wegweiserlinie zu finden. Auch vermisse ich eine Zielerfassung bei den Prügeleien, die mir einige Hiebe ins Leere erspart hätte. Dazu gesellen sich vereinzelte KI-Aussetzer, wodurch Begleiter planlos herumstehen, statt endlich ins Auto zu steigen. Seltsam: Die PS3-Version steuert sich behäbiger als die Xbox-360-Fassung.











Das Studio hat kurz nach Release die Segel gestrichen…
Hat mich damals ebenfalls sehr begeistert. Gameplay, Atmo und Grafik fand ich damals top. Hätte so gern eine Fortsetzung gespielt, leider kam nie eine.
Eines der besten Spiele aller Zeiten meiner Meinung nach… vollkommen unterbewertet.
hätte ein Remake verdient,das es leider mangels Erfolg nie geben wird…