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| Spiel: | Naughty Bear |
| Publisher: | 505 Games |
| Developer: | A2M |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 9 / 2010 |
Eines haben die Glücksbärchis, Haribo-Goldbären, Bussi Bär und der Li-La-Launebär gemein: Sie sind immer gut drauf und unheimlich freundlich. Falls Euch das ständige Lächeln der Plüschgesellen auch schon einmal richtig auf den Wecker gegangen ist, habt Ihr jetzt die Chance, Euren Zorn auszuleben. In Naughty Bear bearbeitet Ihr in Gestalt des verfilzten Naughty Eure ach so fröhlichen Nachbarn mit Axt und Uzi, zertrümmert ihren Schädel mit einer Autotür oder mobbt sie so lange, bis sie Selbstmord begehen.
Die Grundlagen des Spiels klingen simpel, skurril und derb: Euer Alter Ego ist der grimmige Außenseiter auf einer ansonsten paradiesischen Insel und wird ständig von der Teddy-Gemeinschaft schikaniert. Ihr werdet als Einziger nicht zur großen Geburtstagsparty eingeladen, ein neuer Bürgermeister wirbt damit, Euch das Fell über die Ohren zu ziehen und ein militanter Bär spioniert Euch mit fliegenden Videokameras hinterher. In sieben Episoden, die Ihr jeweils in fünf Herausforderungsstufen spielt, stiftet Ihr Chaos und Zerstörung. Im Kern geht es dabei um eine möglichst hohe Punktzahl. Durch Krawall, Randale und Terror treibt Ihr Euren Punktestand und einen Multiplikator in die Höhe. Hohe Ergebnisse bringen Euch Trophäen, die weitere Levels freischalten. Lasst Ihr die Bären dagegen in Ruhe, sinkt der Multiplikator und Ihr müsst ihn durch möglichst grausame Taten wieder ankurbeln. Bei einer bestehenden Internetverbindung werden im Einzelspieler-Modus die Topscorer ständig eingeblendet und Ihr könnt Eure Leistung mit den fiesesten Menschen der Welt vergleichen.
Zimperliches Vorgehen ist bei Naughty Bear die falsche Wahl. Ihr bewaffnet Euch mit einem der zahlreichen Schlag- und Schusswerkzeuge und legt Minen und Bärenfallen, um dem bunten Treiben ein Ende zu setzen. Intelligenter sind Kills, die Ihr mit dem Mobiliar der Umgebung ausführt. Manipuliert ein Telefon und wartet, bis sich ein Bär an die Reparatur macht, dann kommt aus Eurem Versteck und lasst den Helfer am Telefonhörer ersticken oder schubst einen hungrigen Meister Petz in den Kühlschrank. Noch mehr Punkte bekommt Ihr durch das Erschrecken der Plüschtiere. Diese rennen dann apathisch durch die Gegend und verunsichern ihre Mitstreiter mit panischen Lauten. Wahnsinnige Pelzträger bringen sich schließlich mit ihrer eigenen Waffe um. Da Eure Widersacher bewaffnet und immer in der Überzahl sind, bietet sich eine vorsichtige Vorgehensweise an. Im Wald sehen Euch die anderen Bären bis auf wenige Ausnahmen nicht, also greift aus diesem sicheren Versteck an oder geht dort in Deckung, wenn der Tumult zu groß wird.
Online geht Ihr in vier Spielmodi aufeinander los, streitet Euch um die goldene Uzi, sammelt Gummibären und versucht, die Bärenstatue der gegnerischen Fraktion zu zerstören. Die Bärenjagd hat allerdings mit Abstürzen und Rucklern zu kämpfen.
Leider vermissen wir schon nach kurzer Zeit Abwechslung. Es gibt nur wenige Umgebungen und die Tötungsarten sind schnell durchprobiert. Polizei-, Ninja- und Zombiebären lockern das Geschehen nur kurzzeitig auf und schnell fragen wir uns, warum wir zum fünften Mal dem Bürgermeister den Wanst aufschneiden sollen, nur um Zugang zu einer weiteren Herausforderung zu erhalten und vielleicht ein neues Kostüm freizuschalten. Schon nach einer Stunde habt Ihr alles gesehen und die Faszinationskraft der Comic-Brutalität nimmt rasch ab. Ein Spiel zum Dampf ablassen und High Scores jagen.






















Da hat Platinum Games indizierten Titel mehr zur bieten.