This is Football 2003 – im Klassik-Test (PS2)

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Sturmlauf statt Kontertaktik: Obwohl das für die Entwicklung zuständige Studio Soho unter akuter Zeitnot leidet (The Getaway soll ja irgendwann mal fertig werden) und holländische Clubs einen Rechtsstreit angezettelt haben, schickt Sony seine Ballzauberer noch vor der EA- und Konami-Konkurrenz ins PS2-Stadion.

Wer nach dem mittelprächtigen Abschneiden des Vorgängers eine Generalüberholung erwartet, sieht sich getäuscht: Nach wie vor tretet Ihr in diversen Pokalveranstaltungen, National- bzw. Kontinentalmeisterschaften oder historischen Cups gegen das Pixel-Leder. Einzige Neuerung: Im Karriere-Modus übernimmt der Spieler die Verantwortung für eine pubertierende Schülertruppe und führt sie in jahrelanger Fleißarbeit (hoffentlich) zu Ruhm und Ehre. Auch in Sachen Lizenz wird mächtig geklotzt: Ganze 13.500 Original-Bolzer aus allen wichtigen Ligen tummeln sich in den zehn authentischen This is Football-Arenen.

Erfahrene Konsolen-Kicker werden sich auf dem virtuellen Rasen sofort zurecht finden: Durch die sinnvollen Kontrollen läuft das Leder schon nach kurzer Warmspielphase wie an der Schnur gezogen durch die eigenen Reihen. Via Aktionstasten verzückt Ihr das PS2-Publikum mit butterweichen Flanken, strammen Schüssen, gezielten Flachpässen oder direkten Anspielen in den Lauf einer wieselflinken Sturmspitze. Dribbelkünstler zaubern den gegnerischen Abwehrrecken via Schultertasten einen Knoten in die muskulösen Beine oder narren den strengen Pfeifenmann mit einer Schwalbe. Den so herausgeschundenen Freistoß am Strafraumrand versenkt Ihr dann mit der altbekannten Pfeilsteuerung gekonnt im Toreck. Realistisch und nervenaufreibend: Die KI-Trainer reagieren auf den Rückstand ihrer Elf, rufen kurz vor Schluss die Kamikaze-Offensive aus und wechseln frische Angreifer ein. Ergo solltet Ihr Euch ebenfalls mit den Taktik-Einstellungen vetraut machen, um nicht doch noch den Ausgleich zu kassieren. Eine clevere Verteidigungs-Strategie ist freilich nur die halbe TIF-Miete: Mit gesundheitsgefährdenden Grätschen sowie Trikotzerren wird der gegnerische Ansturm endgültig gestoppt.

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